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Eiskletterkurs im Maltatal 3.-6. Januar 2010

Es war einmal ….

in einem Land jenseits der großen Berge, wo sich sieben tapfere Männer aufmachten, mit eisernem Willen und bis unter die Zähne mit Stahl bewaffnet, bei eisigen Temperaturen die Schwerkraft zu bekämpfen.

Es muss um die Zeit der Jahreswende gewesen sein und die Umgebung war wider den Willen der Sonne mit weißer Pracht überzogen. Die Gruppe der tapferen Recken also setzte sich zusammen aus Männern jeglichen Alters und unterschiedlichster Berufungen. Dennoch zeigten sich im kollektiven Willen zur Tat und in der Herkunft der Mutigen aus dem holden Frankenland auch Gemeinsamkeiten.

Es bedurfte zunächst einiger Kräftigung im Lager, bevor die zwei Hauptmänner mir ihren beiden Soldaten und den drei Rekruten bereit waren, die geschärften und unbezahlten Hauen und Spitzeisen zu packen und den Kampf aufzunehmen. Am ersten Tag ihrer Eroberung sollten die Wackeren sich zunächst einmal an den Kampf mit den Elementen und den gekonnten Umgang mit der Schwerkraft gewöhnen, auf dass sie in den folgenden Tagen gewappnet seien zum Angriff. Die Schwerkraft meinte es zunächst noch gut mit den Männern, da sie ihnen nur solide und kaum steile Wassermassen entgegenbrachte. So jagte man in geregelter Aufstellung mit den zwei Soldaten und je ein Hauptmann mit zwei bzw. drei Rekruten pro Trupp den Stahl ins Eis, auf dass man den Boden unter den Füßen verliere. Nach einigen dutzend zurück gelegter Meter im Verlauf der Schlacht waren denn doch die Recken müde von der nächtlichen Reise und erfreuten sich ob einer schmackhaften Mahlzeit im örtlichen Wirtshaus und der nächtlichen Ruhe.

 

Denn am folgenden Tag bereits sollte die Herausforderung hohe Ansprüche stellen, da es sich um die Bezwingung einer Masse handelte, welche eine Erstreckung von über fünf Längen eines Seils innehatte und zudem teilweise senkrechte Türme den Eroberern entgegenstellte. Um dafür gewappnet zu sein, bedurfte es zunächst einiger Einweisung in diverse Techniken der Selbstverteidigung und den geschickten Umgang mit Tau und Pickel. Wieder teilte man sich in entsprechende Trupps und erklomm den Gipfel als erstes, was einige andere Kämpfer hintan insofern weniger erfreute, als diese im Kessel des Gefechtes die Last der hagelnden Elemente zu tragen hatten. Auch am zweiten Tage brachte der Kampf Erschöpfung mit sich, sodass es nur durchaus eine Wohltat darstellte für die Männer, nach dem langen Rückzug ein heißes Mahl zu genießen, sowie den legendären Geschichten der Berge des Hauptmanns Lothar zu lauschen. Zur Freude über den gelungenen Kampf gegen die Schwerkraft gesellte sich zudem am zweiten Tage das Empfinden von Glück aufgrund der Tatsache, dass das gefrorene Wasser nebenan und nicht jenes am Platz der Kämpfenden der Schwerkraft keinen Widerstand mehr leisten konnte und sich seinen Weg in die Tiefe bahnte.

Wohlauf trat man am dritten Tage, es dürfte ein Dienstag gewesen sein, den Marsch hin zu einem noch um etliche Längen eines Seiles höheren Massiv an, welches jedoch kaum mit solch senkrechten Türmen gesegnet war. Dieser Tag sollte den Männern weitgreifende Aussichten auf alpine Umgebung schenken und einige der Truppe hatten selbst das Glück, einem Einzelkämpfer zu begegnen, der sein Gefecht gleich ohne Taue anging. An diesem Tage wurden einige der Recken gelehrt, wie man mit Tauen gemeinsam voranschreitet und während der eine Schwierigkeiten beim Rückholen der Taue aufgrund unwidriger Witterung hatte, so verlor der Andre unterwegs einen seiner Stiefel, was ihm den Fortgang beinahe unmöglich gemacht hätte. Nachdem man rechtzeitig den Rückweg am Tau antrat, um nicht in der Dunkelheit rückkehren zu müssen, hatte die Maid im Lager bereits eine wärmende Kammer eingerichtet, welche die Recken zur Erholung ihrer ermüdeten Muskulatur nutzten. Wie an den anderen Tagen auch sollte es das Wirtshaus sein, welches des Abends das Ziel der Männer darstellte und es war wiederum Hauptmann Lothar, welcher durch seinen gekonnten Umgang mit den anwesenden Knaben und Mädchen den Abend unterhaltsam gestaltete und seine Spirenzchen mit den kleinen Rabauken machte.

 

Am vierten und letzten Tag der Eroberung teilten sich die Trupps, um auch die letzten Überbleibsel von Massiven zu bekämpfen und es der Schwerkraft zu zeigen. Die Gruppe um die beiden Soldaten Jarek und Marcel sowie Lothar und den Rekruten Uli erkämpfte sich wacker den Gipfel eines sehr steilen und widerstandsfähigen Turmes. Währenddessen mussten die Rekruten Frank und Alex um Hauptmann Thomas feststellen, dass der erwünschte Kampf am gesuchten Massiv nach langem Hinmarsch nicht möglich war, da die Stärke des Elements schlichtweg zu zart war. So ersuchten sie erneut denselben Platz wie am Vortag, auf dass die übrigen Meter die Kraft der Hauen zu spüren bekommen sollten.

Nach erfolgreichem Gefecht brach man am Nachmittag des vierten Tages schließlich auf und räumte das Lager, um den Heimmarsch anzutreten. Die Männer bedurften den Rückweg in verschiedene Direktionen zu wählen und so kam es alsdann zum Abschied der mutigen Kämpfer. Allesamt jedoch waren sie mit einem Lächeln im Gesicht aufgebrochen, berichtet man, denn sie hatten erfolgreich neue Erkenntnisse erlebt und umgesetzt, konnten ihren Horizont erweitern, die Gemeinschaft im Trupp spüren und nicht zuletzt auch unbeschadet die Schwerkraft besiegen!

Auf eine neue Herausforderung bei stets guter Laune. Dank soll an dieser Stelle den tadellosen Instruktoren und deren Sympathie und Kompetenz gelten!

Alexander Rüb

 

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