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Eine heiße Tour im Spessart – Die Wilderertour

Am 10. Juli war es soweit. Die Wilderertour durch den Spessart stand auf dem Programm. Mit geplanten 70 km und ca. 1700 hm hatten wir uns da ein gutes Stück Arbeit vorgenommen. Aber der Wettergott meinte es gut. Vielleicht etwas zu gut, denn schon beim Start am Morgen zeigte das Thermometer deutlich über 20 Grad, Tendenz steigend! Trotz einiger kurzfristiger Absagen – die hatten die Wetterkarte wohl besser studiert – fanden sich fünf tapfere Biker auf dem Parkplatz in Marktheidenfeld ein. Mit Michael war diesmal auch ein neues Gesicht mit dabei und auch für mich war es das erste Mal, dass ich eine Tour für die Sektion anbot.

Zu Beginn radelten wir gemütlich am Main entlang Richtung Lengfurt, ehe es die erste steilere Rampe hinauf zum Triefenden Stein ging. Soweit alles kein Problem, Temperatur im grünen Bereich. Weiter ein Stück den M-Weg entlang und dann ab auf einen Trail, der uns nach Altfeld führte. Das kalte Wasser des Dorfbrunnens war eine erste willkommene Erfrischung. Nach einer Abfahrt hinunter zum Eisenhammer war die erste Rast an der Kartause Grünau nicht mehr weit. Der Wirt hatte extra für uns ein wenig früher geöffnet. Wir dankten ihm es mit guter Zeche. Die kommende Hitze machte sich aber nun schon deutlich bemerkbar und die Pause fiel im Schatten der Biergartenbäume länger aus als geplant. Trotzdem brachen wir wieder auf und wurden gleich darauf mit einem schmalen, aber leicht zu fahrenden Trail belohnt. Aber nur wenige Kilometer weiter stand für zwei unserer Freunde fest: Für Sie ist es heute zu viel. Sie wollen eine Abkürzung nehmen. Der Grund dafür? Die Hitze? Die noch bevorstehenden Kilometer? Oder zu viel Wandern und zu wenig Rad fahren? Vielleicht von allem ein bisschen. Aber kein Problem, wir verabredeten, dass wir uns später am Sylvan wieder treffen, wünschten uns gegenseitig alles Gute und fuhren nun in zwei Gruppen weiter.

 

Für uns hieß es nun weiter in das Reich des Johann Adam Hasenstab. Auf dem Weg kamen wir nicht nur an der Stelle vorbei, an der der berühmte Wilddieb am 3 Juni 1773 erschossen wurde, sondern auch an dem Forsthaus, in dem der Schütze der tödlichen Kugel die vorherige Nacht verbrachte. Geschichte und Geschichten gibt es im Spessart viele und schließlich waren wir ja auch auf einer Wilderertour. Über Schollbrunn ging es weiter, wieder hinunter ins Haselbachtal, an dessen Ende wir natürlich wieder heraus mussten. Doch so leicht gab uns das Tal nicht wieder frei. Ein anspruchsvoller, steiler Weg sollte uns zum Geiersberg führen. Doch die Hitze – das Thermometer hatte die 30 Grad selbst im Wald längst deutlich überschritten – machte das Fahren hier unmöglich. So hieß es: Wer sein Rad liebt, der schiebt. Aber auch dass ging vorbei und bald standen wir auf der höchsten Erhebung des Spessart. Doch die große Hitze und die Aussicht auf ein (alkoholfreies) isotonisches Gerstengertänk ließ uns nach kurzer Diskussion schnell übereinkommen: Die zusätzliche Rund über das Hafenlohrtal sparen wir uns heute. Für heute ist es genug! Also ab zum Sylvan, wo unsere zwei „Abkürzer“ bereits auf uns warteten.

Nach der bekannt freundlichen Bewirtung von Heike waren die leeren Energiespeicher schnell wieder aufgefüllt uns so rollten wir gestärkt hinaus Richtung Marktheidenfeld. So kamen wir (fast) sturzfrei und müde aber zufrieden ans Ziel, wo wir den Tag im Biergarten noch einmal Revuepassieren ließen. Und als wir uns verabschiedeten war für alle klar: Nächstes Jahr sind wir wieder dabei. Ich freu mich schon darauf.

 

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