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Bin dann mal weg ...

 

Des einen Rohrbruch, des anderen Freud . .

11. – 14. 02.11 – Schneeschuh-Tour Schweiz. Nachdem ein Teilnehmer kurzfristig wegen Rohrbruch abgesagt hatte, habe ich meine sieben Sachen gepackt und saß tatsächlich mit Sonde, Schaufel und LVS-Gerät um 6.00 Uhr im Auto Richtung Schweiz; Meinen Mitarbeitern legte ich einen Zettel auf die Treppe „Bin dann mal weg!“ Bis Gottmadingen plagte mich mein schlechtes Gewissen, als mir aber mein Mitarbeiter Herr Reuter nach telefonischer Beschwerde die Absolution erteilte, war ich in euphorischer Urlaubsstimmung.

Das Wetter war frühlingshaft, man konnte kaum glauben, dass man zum Schneeschuhgehen fährt. In der Schweiz angekommen waren wir geschockt, wie wenig Schnee die in diesem Winter hatten, aber nun denn, das anhaltende schöne Wetter hatte für die erfreuliche Lawinenstufe 1 gesorgt. Angekommen in unserem Ferien-Domizil Ernen im Wallis tranken wir erst mal Kaffee auf der Terrasse im Freien und genossen die Sonnenstrahlen – 11. Februar ! ! !

 

„Noch 10 Minuten!“ plärrte unser Guide Klemens, denn „wir machen noch eine Eingehtour zur Kapelle!“ Am ersten Tag traute sich keiner zu wiedersprechen. Zur Kapelle ging es gut, jedoch wechselten schneefreie Passagen mit vollvereisten Passagen, eher ein Eiertanz. Ich zündete ein paar Lichter an, für die Oma, die Trudi, und den Alfred. Abends kochten wir in unserer Ferienwohnung und Birgit machte nur das „feinste Gemüse“ – echt lecker!

Der nächste Tourentag versprach wieder sonnig zu werden, ins schöne Binntal ging es, das Gandhorn 2462 m wartete auf uns. Der Schnee war hart gefroren, gut zum Aufsteigen, anstrengend zum Absteigen. Das Binntal strahlt eine Ruhe aus, denn nach dem Binntal kommen nur noch 3000er und die Grenze zu Italien, quasi am Ende der Welt. Die letzten Meter zum Gipfel wollten es noch mal wissen, jedenfalls von mir. 915 Hm – heißer Tee, Brotzeit, Ruhe – einfach schön!

Der Tag brachte uns viel Sonne und zurück in Fäld besichtigten wir noch die Kapelle; Der Ort hat im Jahr 1998 die erste Archicultura-Medaille der Schweiz für das harmonische und intakte Ortsbild erhalten. Zufällig ist im Ortskern direkt neben der Kapelle eine Sennerei, die Wanderer auch mit Getränken bewirtet, gegen Schweizer Franken natürlich – nicht gegen Euro!

Tourentag zwei blieb sonnig, nach dem Motto “Warum in die Ferne . . . wenn das Gute liegt so nah“, machten wir uns direkt von Ernen im Wallis, unserem Basislager auf, durch den historischen Ortskern, bergan Richtung „Alpe Fried“. Auf dem Weg gingen wir ein Stück die Trusera entlang, die Trusera ist eine Wasserleite zur Äckerbewässerung, ein Kulturprojekt des Landschaftsparkes Binntal.

 

Im Wald noch schneefrei kamen wir dann am Fuße der Alpe Fried auf die einsamen Schneefelder der Sommeralpe mit ihren kleinen Sennerhütten. Spuren im Schnee verrieten uns, dass es wohl auch vor uns schon Menschen gab, aber an diesem Tage gehörte die Alpe uns und wir waren eins mit dem Schnee, mit uns und die Ruhe, die dieser Fleck ausstrahlt, vielleicht war ich einfach nur glücklich!

Irgendwie hat es Jürgen geschafft, sich Klemens` „Einführung in die Lawinenkunde“ zu entziehen, er gehört ja auch schon zu den erfahrenen Schneehasen, für Birgit Schech gab es kein Entkommen. Klemens hatte ein Sonden-Probefeld aufgebaut und sie mussten ran.

Beim Abstieg kannte Klemens kein Pardon, kurz und schmerzlos, Diritissima! Und weil wir unser Tourenpensum noch nicht erreicht hatten, machten wir noch einen Schlenkerer ins Rappental! (Ist ungefähr so, wenn man von MSP über München nach Nürnberg fährt). Aber auch das frostige Rappental haben wir uns so lange schön geredet, bis sich keiner mehr dem Scharm dieser Tour entziehen konnte.

Traurig, dass es schon wieder vorbei war – hatte Klemens noch einen Trumpf im Ärmel -:

 

Auf der Heimfahrt besuchten wir noch das Burgerbad in Leukerbad, einem Thermalort auf 1400 m. Das Burgerbad hat ca.10 Thermalbäder (28°C bis 43°C) mit vitalisierendem und mineralreichen Thermalwasser aus eigenen Quellen, inmitten einer imposanten Bergwelt. Schwallduschen, Massagedüsen, Whirlpools und eine Natursteingrotte bieten entspannende Erholung und ein unvergessliches Natur- Badeerlebnis bei jedem Wetter, aber erst nach den Pflichtrunden im 25 m Sportbad. Die erste Xtube Reifenrutsche in der Schweiz mit Steilkurven sorgen für das richtige Ambiente für alle Aktiven und Wagemutigen, das besondere Erlebnis mit Klemens!

Grüße an mein super Büro-Team! Toll, das machen wir jetzt öfters so. Bin dann mal weg

Katja Manger, Altfeld

 

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