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Ich suche meinen weißen Hintern ....

und wo bleiben eigentlich die Gelben Engel ???

Früh morgens rollte der Main-Spessart-Karavan am verlängerten August-Wochenende freitags Richtung Schweiz zum Klettersteig gehen. Das Wetter sollte mittelmäßig werden, aber das konnte uns
nicht die Laune verderben. Des wird scho! Nach langer Fahrt auf der Autobahn kamen wir an der Teufelsbrücke Andermatt an, um nicht nur die Beine auszuschütteln, sondern gleich den ersten Klettersteig zu begehen. Dieser war 15 Gehminuten vom Parkplatz entfernt, das heißt: Sachen packen, Ausrüstung checken, Schuhe schnüren, los geht’s!

Als dann Bella ihre weiße Outdoorhose präsentierte, wurde die Diskussion über die Vor- und Nachteile einer weißen Hose am Berg zum Gesprächsthema Nummer eins an diesem Wochenende. Kurz vor Einstieg in den Klettersteig Via Ferrata Diabolo musste Klemens urplötzlich noch einmal zum Auto zurück. Er hatte zum Verwundern aller anderen seinen Helm vergessen. Wie war des mit Ausrüstung am Auto checken…??? Der Klettersteig selber war sehr schön zur Gewöhnung an das Wochenende und gespickt mit wunderschönen Aussichten bei traumhaftem Wetter. Am Gipfel angekommen, gab es Brotzeit und nach dem Abstieg über kleine angelegte Wege fuhren wir am Nachmittag in unser Nachtlager. Dort genossen wir die letzte heiße Dusche des Wochenendes und fielen abends schnell in die Betten. Samstagmorgen nach ausführlichem Frühstück begingen wir den Klettersteig Aletsch am Gibidumstausee. Dies ist ein Klettersteig, der komplett um einen angelegten Stausee führt und dessen Highlights eine 80m-Hängebrücke, sowie ein Flying Fox sind. Übrigens, der weiße Hintern war noch immer sauber!

 

Saas Grund am Nachmittag stand noch der einstündige Aufstieg auf die Weißmieshütte auf dem Programm, auf der wir auf der Terrasse die letzten Sonnenstrahlen genossen. Der Kartoffelstock vom Abendessen stärkte uns für den Klettersteig Jägihorn, den wir am nächsten Tag begehen wollten. Dann hieß es Schlafengehen im Winterraum bei schwülwarmen Temperaturen durch das motivierte Ofen-Einheizen Bellas.

 

Sonntag, fünf Uhr! Der Wecker klingelt. Wollen wir wirklich schon aufstehen? Doch der erste Gang ins Freie entschädigt uns. Eine wahnsinnig klare Nacht mit Mondschein über dem höchsten Schweizer Berg entschädigt uns für das frühe Aufstehen. Nach dem Frühstück geht’s zusammen mit den allerersten Sonnenstrahlen des Tages los Richtung Klettersteig. Dort angekommen, sahen wir zu, dass wir möglichst schnell in unsere Route einsteigen, da das Wetter am späten Nachmittag zusammenbrechen sollte.

Der Klettersteig war der schwierigste und ausdauerndste dieses Wochenendes, denn richtiges Klettern, sowie sauberes Antreten am Fels verlangte körperliche, aber auch psychische Ausdauer. Nach einer wichtigen Brotzeit nach 2/3 des Klettersteigs trennte sich die Gruppe, denn es gab zwei Möglichkeiten, den Gipfel des Jägihorns [3206m] zu erreichen.

Als wir dann alle am Gipfel standen, waren die meisten Gesichter etwas müde, aber glücklich. Nach der Gipfelrast ging es mit guter Laune zurück zur Weißmieshütte, wo wir unseren verdienten Kaffee bei den letzten Sonnenstrahlen tranken. Relativ früh am Abend fielen die müden Krieger in die Betten.

 

Montagmorgen stand der Abstieg von der Hütte auf dem Programm. In Saas Grund trennten wir uns, und ein Auto fuhr Richung MSP, während der Rest einen Abstecher ins Leukerbad machte, um die letzten Fränkli auf den Kopf zu hauen. Katja und Klemens blieben noch den Rest der Woche in der Schweiz, während wir uns auf den Rückweg machten und hofften, dass wir in ein paar Stunden in die Betten fallen konnten. Eine verflixte Glühkerze und die eher gemütliche Arbeitsweise der Gelben Engel verdankten wir jedoch eine sehr ausdauernde Heimfahrt mit Nackenschmerzen.

Dies trübte aber nicht das tolle Wochenende mit traumhaftem Wetter und ein super abgestimmtes Klettersteig-Programm mit sehr guten Guides!

Dominik Reuß, Lohr / Schweinfurt

 

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