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Bergwandern im Montafon / Rätikon

Es war ein wolkiger, mit einigen Regentropfen gesegneter Morgen, als wir uns am 12. August am Sammelpunkt in Zellingen trafen. Wir, das sind unser Wanderführer Walter Appel gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth, Erwin und Karl (Zellingen), Johann (Heugrumbach) sowie Timo und ich (Langenprozelten). Nachdem die Rucksäcke verstaut und jeder seinen Platz im jeweiligen Auto gefunden hatte, ging´s los, Richtung Berge. Walter holte unterwegs noch HaJo in Gerbrunn ab, damit ware wir „Autofahrer“ komplett. Die Fahrt war problemfrei und ohne größere Behinderungen, so dass wir kurz nach 12 Uhr in Tschagguns ankamen. Zur Stärkung wurde die an der Straße liegende Metzgerei um ein paar „Leberkäs-Weck“ erleichtert, bevor wir unseren Ausgangspunkt, den
Parkplatz an der Golmerbahn, erreichten.

Jetzt hieß es, Schuhe an und Rucksack auf! Walter stellt uns vor die „schwere“ Entscheidung: „direkter Aufstieg zur Hütte, Gehzeit ca. 3 Stunden – oder – die kürzere Variante, mit der Seilbahn hochfahren und über den Panorama-Höhenweg zur Hütte?“ Na, die Entscheidung war schnell getroffen. Seilbahn und schöner Höhenweg hörte sich gut an! So kamen wir bei herrlichem Wetter nach knapp zwei Stunden an der Lindauer Hütte (1708m) an. Unser Quartier für die nächsten Tage. Hier warteten schon unsere Wanderkollegen Heribert und Gerhard auf uns, die mit der Bahn angereist waren. Jetzt war die Gruppe komplett.

Die Lager waren schnell verteilt und so konnten wir uns bei einer „Lagebesprechung“ auf der sonnigen Terrasse mit kühlen Getränken erfrischen. Es galt nun zu entscheiden, an welchem
Tag welche Tour gelaufen werden soll. Aufgrund der guten Wettervorhersage für den nächsten Tag beschlossen wir, gleich am nächsten Tag die Sulzfluh anzugehen. -Die längere der geplanten Touren.

Nach einer relativ ruhigen Nacht (Schnarchen im Lager ist ja normal), starteten wir nach dem Frühstück gegen 7:45 Uhr in Richtung „Rachen“ der Sulzfluh entgegen. Der steile Anstieg bei bestem Wetter brachte uns recht schnell auf „Betriebstemperatur“. Die Anstrengung wurde aber immer wieder mit tollen Ausblicken auf die umliegenden Berge und eine schöne Alpenflora am Wegrand entlohnt. Mit jedem Höhenmeter eröffneten sich neue Fernblicke und Einsichten in die unter uns liegende Berg- und Tallandschaft.

Unsere Gruppe passte super zusammen, alle kamen gut mit dem vorgegeben Tempo von Walter zurecht, obwohl der Altersunterschied vom jüngsten zum ältesten Teilnehmer 56 Jahre! betrug. Auch unsere einzige Dame der Gruppe, Elisabeth, schien sich recht wohl in der Männertruppe zu fühlen und so kamen wir stetig unserem Gipfel näher. Auf zweidrittel der Höhe entschieden wir uns, den markierten Weg zu verlassen und über den griffigen Fels und einer leichten Block-Klettereinlage den direkten Weg Richtung Gipfel zu nehmen. Der etwas anspruchsvollere und abwechslungs-reichere Anstieg machte allen viel Spaß.

 

Pünktlich um 12 Uhr erreichten wir den Gipfel der Sulzfuh auf 2817m. Einige Bergwanderer belagerten schon den Bereich um das Gipfelkreuz. Nach einem fröhlichen „Bergheil“ und den „Beweisfotos“ suchten wir uns einen Platz für die reichlich verdiente Brotzeit. Allen sah man nun doch die Anstrengungen des Aufstiegs an. Besonders Stolz auf das Erreichte war Johann, der sich mit seiner künstliche Hüfte und dem künstlichen Knie gar nicht so sicher war, noch einmal so eine Tour zu machen. Aber auch wir Anderen konnten mit der erbrachten Leistung sehr zufrieden sein! Bei diesem tollen Wetter und der herrlichen Aussicht blieben wir ca. eine Stunde am Gipfel. Gegen 13 Uhr brachen wir gestärkt und regeneriert wieder auf, dem nächsten Zwischenziel, der Carschina-Hütte entgegen.

Der Abstieg war steil und teilweise durch das Geröll und dem Schotter rutschig. Somit war Vorsicht geboten! Unser Weitermarsch führte uns im unteren Teil des Hanges wieder durch grüne und mit Enzian und Alpenblumen bedeckte Bergwiesen. Hier überschritten wir auch die Landesgrenze zur Schweiz und kamen gegen 15:40 Uhr an der Carschina-Hütte auf 2236m an. Wem bis dahin noch nicht klar war, dass wir uns auf Schweizer Gebiet befanden, bekam dies nun spätestens anhand der sehr hohen Getränke- und Speisenpreise mit. Nach einer ausgiebigen Rast traten wir um 17 Uhr den letzten Teil unseres Rundweges an. Nun hieß es noch einmal einen letzten steilen Anstieg zu meistern. Am Drusensattel (2342m) überschritten wir wieder die Grenze zurück

 

Zwischendurch sahen wir noch einige Gämsen auf den Bergwiesen grasen, auch ein Murmeltier zeigte sich in sicherer Entfernung. Gegen 19:30 kamen wir müde und erschöpft an der Lindauer Hütte an.

Am nächsten Tag verlassen wir nach dem Frühstück um 8:30 Uhr die Hütte. Unser heutiges, erstes Ziel war die Geisspitze. Da wir nun auf dem gegenüberliegenden Berg unterwegs waren, bot der Weg einen tollen Blick auf unsere gestrige Route. Jetzt ließ sich leicht die zurückgelegte Entfernung sowie die steilen Anstiege erkennen. Es war ein steiler und schweißtreibender Anstieg bei wunderbarem Wetter. Gegen 10:30 Uhr erreichten wir den Gipfel auf 2334m Höhe. Eine kurze Rast lud zum Genießen des Bergpanoramas ein. Anschließend marschierten wir weiter den Grat
entlang in Richtung Kreuzjoch. Auch hier waren ein paar Passagen, die Schwindelfreiheit und Vorsicht erforderten. Ansonsten jedoch ein wunderbarer, schöner und gemütlicher Höhenweg mit einer
bunten Alpenflora. Mitten in den Grasmatten des Bergkammes machten wir dann um 12 Uhr für eine halbe Stunde Mittagsrast und genossen das warme Sommerwetter. Unser Rückweg zur Lindauer Hütte führte uns an der Alpe Latschätz vorbei, wo wir uns noch einmal mit kühlem Getränk erfrischten, bevorwir um 15:30 Uhr wieder an der Lindauer Hütte ankamen.

Nach einer erfrischenden Dusche ließen wir das Erlebte Revue passieren. Im wunderschön angelegten Alpengarten neben der Hütte konnte man die Vielfalt der Alpenflora bewundern. Auch einige der auf den Touren gesehenen Alpengewächse konnten identifizieren werden. Am Abend zogen Gewitter auf, die sich in der Nacht unwetterartig entluden.

Nach einer erfrischenden Dusche ließen wir das Erlebte Revue passieren. Im wunderschön angelegten Alpengarten neben der Hütte konnte man die Vielfalt der Alpenflora bewundern. Auch einige der auf den Touren gesehenen Alpengewächse konnten identifizieren werden. Am Abend zogen Gewitter auf, die sich in der Nacht unwetterartig entluden.

Heribert und Gerhard mussten am nächsten Morgen früher weg, um rechtzeitig ihre Zugverbindung zu erreichen. Wir anderen starteten etwas später um 9:15 Uhr bei leichtem Nisselregen in Richtung Tal. Nach kurzer Zeit hörte der Regen jedoch auf und wir kamen relativ trocken am Parkplatz an. Fazit: Es war ein tolles Wochenende mit tollen Wanderkollegen und –kollegin. Walter hat uns perfekt und sicher durch die Bergwelt geführt und wir hatten alle unseren Spaß. Mal sehen, ob wir im nächsten Jahr wieder so eine Truppe zusammen bekommen.

Uwe Burger, Langenprozelten

 

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