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"Unsere" Rostocker Hütte wird 100 Jahre

Als unser unvergessener Carl Bremer 1955 die Sektion Rostock im DAV in Marktheidenfeld wieder gründete, war die Rostocker Hütte ein Grund für die Neugründung der in Rostock nach dem Krieg verbotenen Sektion. Und die „Alten“ Rostocker, die sich dann um Carl Bremer scharten, wollten ihre Hütte in den Hohen Tauern nicht nur erhalten, sondern für sie war sie das letzte Stück Heimat, das sie gefahrlos erreichen konnten. Ja, und jetzt, 2012 wird sie 100. Ein stolzes Alter, und bestimmt auch Anlass genug, ihr „Leben“ Revue passieren zu lassen.

Die Sektion Rostock, 1899 gegründet, (1999 feierten wir das 100 jährige Bestehen unserer Sektion!) war gerade mal 3 Jahre alt, als sie sich mit der Idee befasste, eine Hütte in den Alpen zu bauen. Es war die Zeit der Erschließung der Alpen, und immer mehr Menschen fanden Freude am Besteigen der Berge. Es wurden Wege in die Täler gebaut, um den Anstieg zu erleichtern, aber sehr bald stellte man fest, dass nur ein bergnaher Stützpunkt es erlaubte, größere Unternehmungen durchzuführen. Dr. Husche, einer der Gründerväter der Sektion, verstand es, seine bergbegeisterten Freunde für den Bau einer Hütte zu gewinnen und machte der Vorstandschaft verschiedene Vorschläge, wo denn ein solcher Bergstützpunkt in den Alpen angebracht wäre. Unter anderem hatte auch er schon das Maurertal in Osttirol im Auge, aber eine Entscheidung musste erst reifen, vor allem wohl auch wegen der noch geringen finanziellen Mittel der jungen Sektion. So vergingen die Jahre, und zeitgleich befasste sich der osttiroler Bergführer Andrä Mariacher mit dem Plan, im Maurertal eine Hütte zu bauen, da ihre Gäste, durch den langen Anstieg aus Prägraten oft nicht mehr in der Lage waren, die Gipfel im Maurertal zu erreichen. Er gründete deshalb in Prägraten ein „Hüttenbaukomitee“, das im Maurertal Grund und Boden erwarb, an einem Standort, der wirklich ideal für eine Hütte war und ist.

 

Direkt in nächster Nähe floss ein Bach vorbei, von dessen Quelle man die Wasserversorgung nehmen konnte, das Gelände war lawinensicher, lag auf einer Höhe von 2208m und somit toller Ausgangspunkt für die umliegenden Gipfel mit einer Höhe von über 3500m. Aber die Einheimischen merkten sehr bald, dass ihre finanziellen Mittel nicht ausreichten, um ein solches Projekt nach den Wünschen der Bergsteiger zu erstellen. So boten sie das Gelände und das vorhandene Baumaterial dem Alpenverein an, der dies dann an die Sektion Rostock weitergab. Eine Einigung wurde sehr schnell erreicht, guter Rat wurde noch von „Kaiserl. Rat Joh. Stüdl“ eingeholt und Pläne wurden von Ing. Volz aus Prag ausgearbeitet, sodass im Frühjahr 1911 mit dem Bau begonnen wurde. Die Vorstandschaft verstand es, den Bau der Hütte durch „zinsfreie Anteil-scheine“ zu finanzieren, sodass der Innenausbau auch direkt erfolgen konnte. Am 8. August 1912 wurde die Hütte feierlich eingeweiht und eine, für damalige Verhältnisse große Zahl von Mitgliedern, nahm an der Feier teil. Gustav Strempel, der wie Ida Steiner (damals natürlich noch Mariacher) an den Feierlichkeiten teilnahm,hat geschildert wie schwierig es damals war, von Rostock ins Virgental nach Prögraten zu gelangen. Eine Geschichte, die in zukünftigen Sektionsnachrichten nochmals aufgenommen werden sollte.

Der erste Weltkrieg unterbrach jäh die Verbindung von Rostock nach Osttirol und die folgende Zeit war für alle sehr schwer, sodass für das Hobby Bergsteigen kein oder nur wenig Geld zu Verfügung stand. Umso mehr muss man das Engagement bewundern, das von den Mecklenburger Freunden der Sektion im Maurertal erbracht wurde. Sie erteilten nämlich in diesen wirren Jahren an die Freunde um Andrä Mariacher den Auftrag, den Weg von der Hütte zum Türmljoch im Zeitlohn zu erstellen. Und wer dies weiß, versteht, warum er so gut und wie für die Ewigkeit gebaut wurde.

1929 übergab dann die Sektion die Hüttenpacht an Herrn Steiner, dem Schwiegersohn von A. Mariacher, der dann gemeinsam mit seiner Frau Ida das Steuer auf der Hütte übernahm. Und es war sicher eine schwere Zeit, die sie in den folgenden Jahren, wie alle Deutschen, durchleben mussten. Das Einreiseverbot erschwerte zusätzlich den Kontakt mit der Sektion und die Besucher nahmen dadurch auch so stark ab, dass das Überleben auf der Hütte immer problematischer wurde. Als das endlich überstanden war, sich die Bergsteiger wieder auf der Hütte einfanden, brach der zweite Weltkrieg aus und das Unheil nahm seinen Lauf. Aber auch da war es wieder die Familie Steiner, die sich um unsere Hütte sorgte, und es ist sicherlich auch ihr Verdienst, dass die Rostocker Hütte in dieser Zeit nicht ausgeplündert wurde, wie es vielen anderen ergangen ist.

 

1945 ist ja, wie bekannt, das Deutsche Eigentum von den Amerikanern enteignet worden und der gesamte Hüttenbesitz Deutscher Sektionen ging an den Staat Österreich über und dieser gab es an den wieder gegründeten, jetzt Österreichischen Alpenverein weiter, genauso wie den gesamten Kunstbesitz des Alpenvereins insgesamt, der wegen der Bombenangriffe nach Innsbruck ausgelagert worden war. Den Hüttenbesitz hat dann der ÖAV an den DAV „verkauft“. Zur gleichen Zeit haben die Steiners die Hütte weiter bewirtschaftet und immer noch Kontakt gehalten mit
dem letzten Vorsitzenden Prof. P. F. Scheel, der nach wie vor in Rostock lebte. Scheel, ein bekannter Mediziner, hatte damals noch die Möglichkeit zu Kongressen in den Westen zu fahren und besuchte bei einer dieser Möglichkeiten seinen Bergfreund Carl Bremer. Der hatte seinen Betrieb aus Rostock nach dem Krieg nach Marktheidenfeld verlegt und bei diesen Gesprächen nahm eine Idee Gestalt an und Carl Bremer lud 1955 seine Rostocker Freunde, die im ganzen Bundesgebiet lebten, zu einer Gründungsversammlung der „Sektion Rostock – Sitz Marktheidenfeld“ ein.

Am 3. April 1955 fand die Versammlung in Würzburg statt und die „junge“ Sektion hatte 24 Mitglieder. Von da an kümmerte sich C. Bremer um die Hütte, fuhr regelmäßig nach Prägraten, veranlasste Reparaturen und sorgte sich auch um eine Erweiterung, da der Ansturm, vor allem der Winterbergsteiger zu groß war und die Kapazitäten nicht mehr ausreichten. Auf der Westseite der Hütte wurde ein Anbau als durchführbar angesehen und erste Pläne erstellt. Es war natürlich der Vorstandschaft bewusst, dass die eigene Sektion eine solche Maßnahme nicht schultern konnte, aber schon damals galt der Grundsatz im DAV, dass Solidarität unter den Sektionen bzw. zwischen den Sektionen und dem DAV an sich selbstverständlich ist. Deshalb wurde auch mit großer Zuversicht mit dem Bau begonnen. Nach langem Hin und Her wurden auch 4500,— DM als Zuschuss gewährt und unserem ersten Vorsitzenden signalisiert, dass wohl mit der Aufnahme des Projektes in den Haushaltsplan des kommenden Jahres zu rechnen sei. Nicht zuletzt deshalb hat sich dann Carl Bremer entschlossen, den ersten Bauabschnitt aus seiner Privatschatulle vorzufinanzieren. Aber durch das Eingreifen des damaligen Hauptgeschäftsführers des DAV, Herrn Dr. Erhard wurde unserem Antrag auf Zuschuss und Darlehen nicht entsprochen und so endete das Bauvorhaben damit, dass nur ein zusätzlicher Raum mit 24 zusätzlichen Schlafplätzen erstellt wurde, der mit einem DAV-Schloss versehen war und somit als Winterraum dienen konnte. Geplant war, dass bei besseren finanziellen Voraussetzungen auf diesem Grundbau eine insgesamte Hüttenerweiterung aufgebaut werden sollte.

 

Aber das Vertrauen in unsere Sektion bzw. in deren zukünftige Erstarkung war im Hauptverein nicht gegeben und dort wurde dann auch der Plan ausgeheckt, die Sektion Essen ins Maurertal zu holen, deren Hütte im benachbarten Umbaltal durch eine Staublawine zerstört worden war. Der Leidensweg unserer Sektion bis zur Zustimmung für eine Beteiligung der Essener war für die Verantwortlichen nicht leicht, aber letztendlich mussten sie sich dem Diktat des Hauptvereins beugen und den Vertrag für eine Hüttenbetriebsgemeinschaft unterschreiben. Letztendlich war das Vertrauen in den damaligen Vorstand der Sektion Essen, alles ehrenwehrte Persönlichkeiten, an der Spitze Anton Winters, so groß, dass sich die Bereitschaft für eine Gemeinschaft durchsetzte. Und es lief ja auch über Jahrzehnte recht gut mit unserer Nachbarsektion und mit drei Vorstandsgenerationen bestand immer gutes Einvernehmen. Aber dann., darauf komme ich noch.

1963 begannen dann die Essener mit dem Bau ihrer Hütte, teilweise auf Grund und Boden unserer Sektion und nach 3 Jahren konnte die Einweihung der Essener Hütte gefeiert werden. Danach erfolgte der Umbau in unserer Hütte. Wo früher die Küche war, entstand ein Matratzenlager , ein Gang verband uns mit dem Eingang der Essener Hütte und unser Gastraum wurde mit einem schönen Kachelofen versehen, der bei abendlichen „Sitzungen“ dazu beitrug, dass eine heimatliche, gemütliche Atmosphäre entstand. Nicht nur dadurch wurde die Verbundenheit der Neumitglieder aus dem Raum Marktheidenfeld zu ihrer Rostocker Hütte immer fester.

1972 konnte dann das 60-jährige Bestehen der Hütte gefeiert werden. 30 Sektionsmitglieder nahmen dies zum Anlass und unterstützen mich beim Bau eines Weges zum Rostocker Eck über die „Maurer Alm“, sodass dadurch ein Rundweg und ein neues Tourenziel entstand. Die Eröffnung dieses Weges war ein Höhepunkt bei der Jubiläumsfeier, an der neben „Alten Rostockern“ auch Marktheidenfelder teilnahmen. Gustav Strempel, ein echtes Rostocker Urgestein, hatte seit Wiedergründung der Sektion 1955 das Amt des Hüttenwarts inne und nicht nur der weite Weg von Kiel , wo er sein Domizil hatte, nach Marktheidenfeld, sondern auch sein Alter waren der Grund für seinen Wunsch, diese Aufgabe in jüngere Hände zu übergeben. Großes Glück für die Sektion war, dass
Horst Garrecht sich spontan bereit erklärte, die Nachfolge von G. Strempel anzutreten. Und das war ein Segen für die Hütte und für die Sektion!

Um die Hütte in Marktheidenfeld besser bekannt zu machen, veranstalteten wir ab 1978 „Marktheidenfelder Tage“ auf der Rostocker Hütte, und zum Beginn dieser Tradition stiftete unser Vorsitzender Wilhelm Bremer ein Gipfelkreuz, das von Günter Schmidt konstruiert, mit dem Bus am Zoll vorbei nach Prägraten transportiert und von einer tapferen Schar Franken auf dem Gipfel montiert wurde. Unser Mitglied Prälat Rost segnete in einer kleinen Feier am Berg das Werk, und so leuchtet es heute noch ins Tal hinunter, wenn es von der Sonne angestrahlt wird.

 

Neben unserer Hütte stand der frühere Winterbau, mit zwei Eingängen, jeweils für Frauen und Männer. So streng waren die Bräuche in früherer Zeit, aber es ist wohl erlaubt daran zu denken, dass schon damals die Eingänge ab und zu verwechselt wurden. Dieser Bau jedenfalls war in die Jahre gekommen, das Dach wurde undicht und zuletzt diente er nur noch als Schweinestall. Unser damaliger Winterbau hatte den Nachteil, dass er im Winter nur schwer erreichbar war, denn der Wind blies große Schneemengen über den Eingang. Dies veranlasste uns, darüber nachzudenken, den alten Winterbau wieder zu aktivieren bzw. in Stand zu setzen. Von der Firma Köll aus Matrei wurde das alte Gemäuer wieder instand gesetzt, ein neues Dach darüber geschlagen und so konnte bereits im Herbst 1984 Richtfest – mit Böllerschüssen – gefeiert werden.

Das Jahr 1985 begann mit einer traurigen Nachricht: Ida Steiner, unsere langjährige Hüttenwirtin, die „Königin vom Maurertal“, war verstorben. Und so mussten wir, von Herzen traurig, von unserem Ehrenmitglied Abschied nehmen. Mittlerweile hat sich uns die Sektion Bad Kissingen als „Patensektion der Rostocker Hütte“ zugesellt und deren hilfsbereite Mitglieder unterstützten uns sowohl beim Ausbau des Winterbaues als auch bei Sanierungsarbeiten in der Hütte. Und überall, wo sie Hand anlegten, war Sachverstand und gestalterisches Geschick mit am Werk. So haben sie Spuren auf der Rostocker Hütte hinterlassen!

Am 19. Oktober 1986 war es dann so weit – der Winterbau, ein kleines Juwel, konnte unter Mitwirkung von Pfarrer Gregor Türk feierlich eingeweiht werden. Ein weiterer, erfolgreicher Abschnitt im
„Leben der Hütte“ fand damit sein Ende und war Beweis für den Willen der Sektion, im Maurertal für die Bergsteiger da zu sein! Und so konnten im folgenden Jahr über 150 Mitglieder unserer Sektion stolz das 75 jährige Bestehen der Rostocker Hütte feiern.

1989 muss wohl als schicksalhaft für die Hütte und unsere Sektion angesehen werden. Es begann zunächst recht angenehm, nachdem die vierte Generation der Familie Steiner, Angelika und Friedel Steiner die Hüttenbewirtschaftung übernommen hatten. Aber im Hüttenausschuss der Essener und Rostocker Hütte begann es zu kriseln. In Essen entstand ein Grabenkampf unter den Vorstandsmitgliedern, der dann auch auf die Mitglieder im gemeinsamen Ausschuss ausgedehnt wurde. Es ging sogar so weit, dass dort ehemalige Freunde sich gegenseitig verunglimpften und somit auch deren Ehrenhaftigkeit in Frage stellten. Damit wurden auch wir in diese Auseinandersetzung mit hineingezogen und das Unheil nahm seinen Lauf.

 

Das Ganze trübte auch natürlich unsere Feier zum 80 jährigen Bestehen der Rostocker Hütte, die wir bei strahlendem Sonnenschein mit einer Bergmesse mit Prälat Karl Rost vor der Hütte begannen. Das verlängerte Wochenende war aber erfüllt von der Freude am Berg, was wir bei schönen Touren genießen konnten. Das Jahr 1992 endete aber mit der schon erwarteten Kündigung der Hüttenbetriebsgemeinschaft durch die Sektion Essen und das uns aufgezwungene Konstrukt des Deutschen Alpenvereins war nur noch ein Scherbenhaufen.

Die folgenden Jahre gehören zu den schlimmsten in meinem DAV-Leben. Sowohl im Hauptausschuss des DAV, dem ich seit 1984 angehörte, als auch in unserem Sektionsleben drehte sich alles um den unsinnigen Streit mit unseren „Bergfreunden“, viele unbefriedigende Wochenende verbrachten wir damit, irgendwelche Kompromisse auszuhandeln, um ein zukünftiges Zusammenleben zu ermöglichen, stapelweise mussten wir uns durch Schriftsätze durchkämpfen, um immer wieder feststellen zu müssen, dass eine zukünftige Zusammenarbeit einfach nicht gewünscht war.

Als noch vom Hauptverein der ehemalige dritte Vorsitzende Dr. Bellinger als „Schlichter“ eingesetzt wurde, war das Ende der Hüttenbetriebsgemeinschaft bereits besiegelt. Die einseitige Bevorzugung war nach der zweiten Sitzung schon so deutlich zu spüren, dass unsere Teilnehmer Schlimmes befürchten mussten. Es machte sich immer deutlicher bemerkbar, sodass wir nach unserer letzten Sitzung – ich kann sie nicht mehr alle zählen – in Montabaur zu dem Schluss kamen, unsere Bemühungen aufzugeben und der Sektion vorzuschlagen, die Rostocker Hütte zu verkaufen. Ein Schritt, der mir das Herz bluten lies.

In einer außerordentlichen Hauptversammlung am 23. Januar 1998 beschloss die Sektion Main-Spessart im DAV, ihre Hütte an den DAV zu verkaufen und beauftragte den Vorstand in Verhandlungen mit dem DAV einzutreten. Grundlage für die Besprechungen war ein Gutachten des DAV Vorstandsmitglieds Friedel, der sein Amt neutral ausführte. Und da der DAV selbst ja
keine Hütte übernimmt, wurde uns vom DAV vorgeschlagen, zu den ausgehandelten Bedingungen an die Sektion Essen zu verkaufen.

 

Und so fasste eine weitere außerordentliche Mitgliederversammlung im November 1998 den schweren Beschluss, die Rostocker Hütte zu veräußern. So ging nach 86 Jahren der Besitz unserer Hütte verloren, endete eine gute, harmonische und mit viel menschlicher Wärme über Jahrzehnte geführte Zusammenarbeit mit der Familie Steiner, ein durch Freundschaften geprägtes
Miteinander mit der Gemeinde Prägraten, eine Bergheimat im Maurertal, der ich mich allerdings heute noch verbunden fühle.

Über die nachfolgenden Jahre gibt es aber nicht mehr viel Gutes von „Unserer Hütte“ zu berichten. Das von mir, auch dem DAV gegenüber, immer an die Wand gemalte Chaos
nahm seinen Lauf. Eine Zeit, die ich nur vom Hören-Sagen kenne und deshalb keinen Kommentar dazu abgeben will. Nur so viel – die Alleinherrschaft gipfelte in der Kündigung der Hüttenpächter Angelika und Friedel Steiner, eine Entscheidung, die durch nichts zu entschuldigen ist. Denn sie haben, wie alle Steiners vorher, ein ordentliches Haus geführt, sind allen ihren Verpflichtungen nachgekommen und haben den Bergsteigern ein wohnliches, gemütliches (in der Rostocker Hütte) Heim geboten. Und deshalb gehört ihnen unser aufrichtigster Dank!

Ja und 2012 wird die alte Dame 100, normalerweise ein gehöriger Grund zum Feiern, und zu feiern verstehen wir. Aber leider fehlt uns der Grund dazu. Und deshalb wünschen wir „Unserer Rostocker Hütte“, dass sie in Zukunft wieder das wird, wozu sie unsere Vorfahren erbaut haben, ein Heim für Bergsteiger!

Lothar Ziegler, Karlstadt

 

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