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Unterwegs mit Bruder Hans

März 2012 – Das neue Angebot der Sektion Main-Spessart wollte ich unbedingt testen. Zum einen, weil ich sehr gerne Ski fahre, dies bis jetzt aber nur auf Pisten. Außerdem wollte ich einfach mal ohne Skizirkus und Hüttenzauber die Berge auf Skiern erfahren, inklusive Aufstieg ohne fremde Hilfe wie Lift etc. Allerdings türmten sich auch einige Fragen im Vorfeld bei mir auf: Habe ich genug Kondition für 600 bis 900 Höhenmeter Aufstieg? Wie ist das Abfahren im Tiefschnee? Und noch einige mehr. Trotz dieser unbeantworteten Fragen meldete ich mich bei Bruder Hans zu seiner „Einsteiger-Skitour“ an und bekam von ihm das Gefühl, dass ich es schaffen würde.

Also eine Tour raus aus der Wohlfühlzone, rein in die Lernzone. Da der Termin von Januar auf März verschoben wurde, waren wir nur zwei Teilnehmer, die sich auf den Weg ins Tote Gebirge machten. Dort trafen wir Bruder Hans bei seinem Freund und Bergführer Heli, der mir die Ausrüstung lieh. Das heißt, Skier, Skischuhe, Stöcke, Felle und Harscheisen. Eine Sonde, Schaufel und ein Lawinenpiepser hatte ich mir im Vorfeld schon von der Sektion ausgeliehen.

 

Zügig ging es weiter zum Einstieg zur Gameringalm. Bruder Hans zeigte uns, wie man Felle anlegt. Den Umgang mit Lawinenpiepser etc. hatten wir ja schon in einem extra Kurs bei Klemens im Sylvan gelernt. Und so ging es bei strahlendem Sonnenschein los. Langsam, die Technik ähnlich wie beim Langlaufen, zogen wir hintereinander den Berg hinauf. Als es steiler wurde bekamen wir die Kehre gezeigt. Damit läuft man in einer Zickzackspur den Berg hinauf. Die Geschwindigkeit, die Bruder Hans vorgab, war gut mitzuhalten. Immer wieder vergewisserte er sich, dass das Tempo passt.

Oben angekommen und nach einer verdienten Pause begann der nächste spannende Teil der Tour – das Abfahren im Tiefschnee. Dieses Mal noch am Rand der Talabfahrt Wurzeralm, zu der wir in zwei Stunden aufgestiegen waren. Meine ersten Schwünge im feuchten Nachmittagsschnee waren ähnlich dem eines Skianfängers – wenigstens gefühlsmäßig. Aber irgendwann kamen wir doch unten an. Am Abend nutzten wir die Zeit noch für Theorie in der Lawinenkunde. Ich war gespannt auf den nächsten Tag, an dem es statt 600 Hm wie heute 900 Hm werden sollten. Und zwar ab Roßleithen Richtung Dümmlerhütte ins Glöckelkar.

 

Wir starteten an einem Hohlweg, der teilweise steil und vereist war. Hier legte ich das erste Mal die Harscheisen an, ähnlich den Steigeisen bei Schuhen. Damit ging es gleich viel besser über die vereisten Stellen hinweg. Nach drei Stunden und einigen Trinkpausen hatten wir tatsächlich 1050 Hm zurückgelegt. Zurück ging es durch den Wald, bis wir auf einen Forstweg treffen sollten. Glücklicherweise standen die Bäume schön weit auseinander -das erleichterte das Schwingen im Tiefschnee. Trotz einiger Bedenken ging es im Vergleich zum Vortag sehr gut, dank des tollen Pulverschnees machte es richtig Spaß. Nach dieser Tour nutzten die beiden Männer die Gelegenheit ohne mich eine weitere Tour an diesem Tag „dranzuhängen“.

Am letzten Tag war das Wetter leider nicht mehr so schön. Es regnete im Tal und bei unserem Einstieg auf 1000 Meter schneite es leicht. Dazu war es neblig und ein eisiger Wind wurde immer heftiger. Deshalb beschlossen wir nach 400 Hm wieder abzufahren und auf die geplante Gratwanderung zu verzichten.

Viel zu schnell waren diese drei Tage vergangen. Fazit: Könnte man öfter machen!

Gisela Baum, Ansbach

 

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