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Kletterwochenende Tannheimer Tal

Lotteriespiel mit dem Wetter

Was für 2011 schon geplant war, sollte in diesem Jahr in die Tat umgesetzt werden. Hoffentlich haben wir in diesem Jahr mehr Glück mit dem Wetter. Die Hälfte der Teilnehmer wollte das Angebot für das Wochenende als Kurs nutzen, der Rest wollte schöne Kletterrouten unter fachkundiger Führung genießen.

Je näher unser Termin kam, desto schlechter wurde das Wetter. Sollte es etwa wieder enden wie im letzten Jahr? Der DAV-Wetterbericht und wetter.com wurden wieder zur Tagesordnung. Bernd ruft an: „Was machen wir?“ Meine Antwort: „Ich weiß noch nicht. Der Wetterbericht sagt ein Gemisch aus Sonne, Regen und Wolken voraus.“ Lothar ruft an: „Was machen wir? Zum Absagen ist das Wetter nicht schlecht genug, also fahren wir!“ Originalton Oleg: „Mir wahr klar, dass es der Michael dieses Jahr nicht wieder absagt.“

Am Treffpunkt, die Talstation der Materialseilbahn des Gimpelhaus, war es trocken. Vielleicht wird das Wetter doch nicht so schlecht? Auf der Hütte angekommen waren die Gruppen schnell eingeteilt und los ging`s zum Klettern solange das Wetter noch hält. Meine Seilpartner waren Johannes und sein Vater, die Beide etwas lernen wollten an diesem Wochenende. Also überließ ich nach der zweiten Seillänge Johannes die Führung. Problemlos führte er uns zum Ausstieg. Ein kurzes Stück über einen Wiesengrat, vorbei an leuchtenden Edelweiss, ging es zur ersten Abseilstelle. Über eine verzwickte Abseilpiste erreichten wir nach fünfmal abseilen dann unsere Rucksäcke. Der erste Tag war zu Ende. Jeder ist zum Klettern gekommen und vor allem sind alle trocken geblieben.

 

Der nächste Morgen: Leichter Regen. Bernd ging mit seiner Gruppe in den Boulderraum: Trockenübungen sind angesagt! Oleg und ich beschlossen mit unseren Gruppen an einen Übungsfels zu gehen um Klemmkeiltechniken, Standplatzbau und Rückzug aus einer Kletterroute zu üben. Lothar wollte mit seiner Gruppe trotz leichtem Regen in eine Tour einsteigen. Christian und Florian hingegen entschieden sich für Kaffeetrinken auf der Tannheimer Hütte. Entgegen allen Erwartungen besserte sich dann das Wetter. Also auf geht’s zum Klettern. Unser Ziel war die Gimpel-Südwand mit Genießerplatte. Der Fels war schnell abgetrocknet und was kleidungsmäßig heute morgen ausreichte, war auf einmal viel zu warm. Am Gipfel angekommen verwöhnte uns die Abendsonne und der Himmel ließ Blicke auf die Königsschlösser, den Allgäuer See und die Zugspitze zu. Was will man mehr! Pünktlich zum Abendessen waren alle wieder versammelt. Für den nächsten Tag wurden die Gruppen neu aufgeteilt. Ich wollte morgen die Führung komplett meinen Teilnehmern überlassen und nur am Standplatz kontrollieren.

Der nächste Morgen: Regen. Nach einem längeren Frühstück brachen wir auf zu den Einstiegen, in der Hoffnung, dass das Wetter wieder besser wird. Am Einstieg angekommen, beschlossen wir trotz leichten Regen dennoch einzusteigen. In halber Wandhöhe angekommen, erreichten wir einen guten Platz zum Rückzug. Frage an Walter, mein Sorgenkind was kalte Finger betrifft: „Was machen die Finger?“ Die Antwort: „Geht noch!“ Also weiter gings. In der vorletzten Seillänge hatte es aufgehört zu regnen und am Gipfelkreuz vom Gimpel angekommen spitzte sogar die Sonne durch die Wolken. Auch Bernd erreichte kurz nach uns mit seinen zwei Damen den Gipfel. Gemeinsam machten wir uns an den Abstieg. Wie jeden Nachmittag wurde das Wetter auch heute immer besser. Zeitlich lagen wir gut im Rennen, deshalb beschlossen Michael und ich uns noch für eine Zwei-Seillängentour „Zeit zum Fädeln“. Manche Stellen waren noch nass, aber dennoch war es ein super Abschluss für diesen Tag. Der dritte Tag war zu Ende und auch heute waren wir wieder fleißig beim Klettern.Für Sonntag ist geplant bis zum frühen Nachmittag zu klettern und dann Abstieg und ab nach Hause.

Der nächste Morgen: Regen. Die Wetterlage machte uns die Entscheidung leicht zu packen und abzusteigen. Beim Abschied vom Gimpelhaus gab es noch einen Schnaps vom Hüttenwirt und er meinte, dass das Wetter es doch noch gut gemeint hätte mit uns. Ein anstrengendes, aber schönes Kletterwochenende lag hinter uns und jeder war zufrieden. Schade, dass es mit der Route „Anita“ nicht geklappt hat, aber die läuft mir ja nicht davon!

Michael Reuss, Wombach

 

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