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Lawinenschaden & Helfereinsatz 2012

Ein gutes Jahr das schlecht begonnen hat. Als Martin Leichtfried nach einer Routinekontrolle der Hütte während eines Tourenskitages am 10. Januar 2012 mit der Nachricht – eine Lawine hat großen Schaden an der Hütte angerichtet – bei mir anrief, war zunächst Erschrecken und Enttäuschung über die Unbilden der Natur angesagt.

Eine Schadensbilanz konnte wegen der Schneehöhe nicht gezogen werden. Nur soviel war klar. Der hangseitige Baumbestand war stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Die schöne Fichte links neben dem Winterraum war knapp am Hüttengiebel vorbeigerauscht und hat dabei Blitzableiter und Dachkantel mitgerissen. Die Fluchttreppe wurde aus der Wandverankerung gerissen. Ein Schock – was wird auf die Sektion zukommen, wenn das ganze Schadensausmaß zu erkennen ist?

Am 28. April konnten wir, unsere Chefin Katja, unser Hüttenreferent Hans Rolf und ich, uns zusammen mit unseren Wirtsleuten Anni und Martin bei einem Hüttenbesuch, ein Bild der notwendigen Arbeiten für die Schadensbehebung machen. Die nächsten Wochen waren mit der Planung des Arbeitseinsatzes in der Woche nach Pfingsten, der Schadensanzeige durch Hans Rolf an das Hüttenreferat beim Hauptverein sowie der Abstimmung mit den benötigten Handwerkern vor Ort ausgefüllt.

 

Gut vorbereitet erfolgte dann in der Woche nach Pfingsten der jährliche Arbeitseinsatz. Aufräumen rund um die Hütte war neben dem Holz machen die Hauptarbeit der vielen freiwilligen Hände. Danach begann das Reparieren. Der Winterraumkamin musste ebenso wie die Hangbefestigung am Gaunerschlupf neu aufgemauert werden. Eine Arbeit die von Winfried und Hermann in Perfektion erledigt wurde. Auf das Dach am Gaunerschlupf mussten neue Schindeln genagelt werden. Stark beschädigt war auch der Anbau am Winterraum durch die hohe Schneelast, die die beiden Hauptstützen wie Streichhölzer umknickten. Ein totaler Abbruch und Neuaufbau mit Hilfe eines örtlichen Zimmereibetriebes war deshalb notwendig. Gottfried hat dabei ganze Arbeit geleistet.

Aber auch in der Hütte gab es einiges zu tun. Die üblichen Kontrollen der Wasser-und Brandmeldeanlage standen ebenso wie die Überprüfung aller weiteren technischen Einrichtungen auf dem Prüfprogramm. Unter der Verantwortung von Bernhard und Hans Rolf konnten die Prüfungen ohne Beanstandung erledigt werden. Natürlich wurde auch das Wegenetz in Schuss gebracht, Latschen zurückgeschnitten und von Manfred und Hermann Markierungen erneuert. Unsere Bergwachtfreunde waren unterwegs um die Seilversicherungen an einigen Stellen zu erneuern. Vielen Dank für den Einsatz.

Mit viel Freude und Spass genossen wir nach der Arbeit den Feierabend mit dem guten Essen von Martin und seinem Küchenteam. Auch so manches Glas verdampfte nach getaner Arbeit beim Singen in den Kehlen. Hermann sorgte wieder mit seiner Gitarre und den Liederbüchern für die richtige Stimmung. Schöne Abende für die Kameradschaft, die Anni mit so mancher Schnapsrunde anheizte.

Herzliches Dankeschön Anni und Martin – Danke an das Helferteam. Es war einfach wieder schön mit den Kameraden.

Die Hütte voll in Schuss – so hieß es wieder einmal Abschied zu nehmen. Der Start in die neue Saison konnte beginnen. Der Wettergott war über die ganze Saison mit gutem Bergwetter gut gesonnen. Der Tourismusverein hat mit verschiedenen attraktiven Aktionen zu einer Belebung des“ Wilden Kaisers“ beigetragen. Eine gute Hüttenfrequentierung waren das Ergebnis.

Karlheinz Moldan, Hüttenwart

Gaudiamus-Hütte Eingang

Gaudiamus-Hütte Rückansicht

Winterraum mit Anbau nach der Lawine

Winterraum mit Anbau

Winterraum mit Anbau nachdem der Schnee abgeschmolzen war

 

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