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Rock-action Südfrankreich

7. – 15. April 2012: Auf der Suche nach Sonne und Fels machten sich 10 begeisterte Kletterer an Ostern auf den Weg nach Südfrankreich. Durch starken Rückenwind unterstützt, erreichten wir am Sonntagvormittag unser Basislager für die nächste Woche, den Campingplatz Nostradamus.

Schon wenig später spürten wir den ersehnten Kalk a la Provence unter unseren Fingern und den stürmenden Mistral am ganzen Körper. Nach einigen schönen Routen im Klettergebiet von Eyguieres scheiterten wir allerdings beim On-Sight Versuch Wein zu kaufen… .Am nächsten Tag stand das uns allen noch unbekannte Klettergebiet Muries auf dem Plan, wo wir mit der harten Realität französischer Plattenkletterei konfrontiert wurden. Trotzdem gelangen dort heldenhafte Leistungen, wie das Vordringen zur Schlüsselstelle einer 4c und die Entschlüsselung des „plus zwei-Bewertungssystems“.

Ausgestattet mit dem Kletterführer von Harald Morath besuchten wir am Dienstag einen neu eingerichteten Sektor in St. Remy. Leider vertrieb uns bald der Regen aus den lohnenden, bis zu 40 Meter langen Routen, sodass wir uns entschlossen unsere Fähigkeiten in der Grotte von St. Remy zu testen. Auf dem Weg dorthin wurde klar, dass der kürzeste Weg nicht unbedingt auch der schnellste und bequemste sein muss. So fühlten wir uns beim Durchqueren von Dornensträuchern und Büschen eher auf Dschungelsafari als im Kletterurlaub. Obwohl dabei jeder versuchte möglichst geschickt durchs Unterholz zu kriechen, hinterließen wir eine Schneise der Verwüstung. Weitere Highlights an diesem Tag waren zwei sich in einer Steilwand duellierende Ziegen und diverse Fotoshootings in der Route „Maxi Grip“.

 

Mittwoch machte sich die ganze Gruppe auf die Reise ins legendäre Klettermekka Buoux mit über 500 Seillängen in mehr als 30 Sektoren. „ Ich bin doch kei´ Schildkröte!“, war Bennis Kommentar zu einer gefühlt 89° steilen, strukturlosen Reibungsplatte. So entschieden sich zwei Seilschaften zu Mehrseillängentouren im Sektor Fakir. Dort konnte man alles finden was das Kletterherz höher schlagen lässt: Leisten, Löcher, Sloper, Sinter und Risse gleichmäßig über eine 100 Meter hohe kompakte Felswand verteilt. Den Rest des Tages kletterten wir hier eine Traumroute nach der anderen.

Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir am Donnerstag nach Orgon, einem Gebiet mit technisch anspruchsvollen Routen an scharfkantigem Fels. So war der 5. Klettertag in Folge auch eine Belastungsprobe für unsere Fingerspitzen, an denen sich die Hautfarbe immer weiter in Tiefrot verwandelte. Um dem entgegenzuwirken ließ ein Teil der Gruppe beim Abhängen in einer Seilschaukel den Tag ausklingen. In besonders großes Erstaunen versetzte uns auch die „sehr spezielle“ Seil- und Sicherungstechnik eines französischen Kletterers, deren Details aus Sicherheitsgründen besser unveröffentlicht bleiben.

 

Lothar beim Rückflug in die Grotte von Orgon

Am Freitag hieß das Ziel nochmal Buoux, wo wir trotz kleinerer Regenschauer den ganzen Tag zum Klettern und „Flugstunden sammeln“ nutzen konnten. Rock-Action vom Feinsten! Der Entschluss in Zukunft wieder hierher zu kommen stand daher schnell fest. Lothar untermauerte dieses Vorhaben, in dem er sich unmittelbar nach der Heimkehr den passenden Kletterführer besorgte.
Bevor am Samstagnachmittag schließlich die Heimreise anstand, kletterten wir in Eyguieres die letzte Haut von den Fingern und deckten uns mit Köstlichkeiten aus der Provence für Zuhause ein.

Insgesamt also 7 perfekte Klettertage, die jeweils bei französischem Rotwein und Michaels ausgezeichneter mediterraner Küche zu Ende gingen.

Johannes Greger, Jugendleiter

 

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