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12- Stunden-Hitzeschlacht

Freitag, 29. Juni 2012: Wir machen uns auf, um eine der schönsten Überschreitungen Deutschlands zu meistern. Beim Aufstieg gings gleich richtig los mit 1300 Höhenmetern. Es war sehr schwül und man spürte zusehens, dass uns die letze gemeldete Gewitterfront vielleicht doch noch erwischen würde. Wir hatten Glück! Geradeso kamen wir noch trocken am Watzmannhaus an. Am Abend waren schon alle recht kribbelig und auf den folgenden Tag gespannt, denn jeder hatte Respekt vor dieser Herausforderung.

Beizeiten standen wir bei blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein auf – stabile Wetterlage war für den ganzen Tag gemeldet. Wir hatten somit beste Voraussetzungen für diese lange Tour. Serpentinenartig zog sich der Anstieg zwei Stunden lang bis zum 2651m hohen Hocheck. Jetzt ging`s richtig los! Anrödeln, und stundenlang über die 3 km lange teils seilversicherte Gratstrecke auf und ab über Felsen von Mittelspitze (mit 2713 m der höchste Punkt der Tour) und Südspitze klettern. Jeder Schritt musste konzentriert gesetzt werden, stellenweise steil abfallende Gratpassagen forderten uns heraus.

Es war beeindruckend! Herrliche Ausblicke rund um uns herum, keine Wolke war am Himmel zu sehen. Die Sonne brannte erbarmungslos auf uns nieder, für die Höhe ungewöhnliche 24°C machten uns bei der Anstrengung ganz schön zu schaffen

 

Meine 3 ½ Liter Wasser wurden zusehens weniger, aber man musste aufpassen dass man keinesfalls zu wenig trinkt. Die leeren Flaschen füllten wir mit sauberem Schnee als Reserve und verstauten sie zum Schmelzen außen in den Rucksack. Nach ca. sechs Stunden Gratwanderung hatten wir die drei Gipfel des Watzmannmassivs bewältigt. Wir waren glücklich und stolz auf uns.

Wer denkt, dass es nun mit der Anstrengung vorbei ist, täuscht sich gewaltig. Der steile und rutschige 1400-Höhenmeter-Abstieg über Geröll und ausgeschwemmte Wasserrinnen erforderte nochmals höchste Konzentration und Ausdauer. Wir mussten alle Reserve-Register ziehen. Ganz schön platt kamen wir nach über 12 Stunden an der Wimbach-Grießhütte an. Trotzdem war es ein fantastisches Gefühl über mehr als 10 Stunden gelaufen zu sein und eine Menge Höhenmeter bewältigt zu haben.

Wir haben eine Menge Erfahrung bei dieser Tour gesammelt. Im Namen der Gruppe badanke ich mich bei Marcel für diese super Tour.

Uwe Ebert, Steinfeld

 

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