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Totes Gebirge mal lebendig

Warum heisst das eigentlich so komisch ?

5. – 9. September 2012: Trotz einer vielversprechenden Ausschreibung in den Sektionsnachrichten hatte sich nur ein Jugendlicher angemeldet. Unser Tourenleiter lies sich davon nicht entmutigen, ergänzte die Gruppe kurzerhand um Erwachsene und eine 4-köpfige nicht mehr ganz junge JDAV- Gruppe machte sich auf ins Tote Gebirge.

Nach einer Hinfahrt bei der jeder der Mitfahrer einen guten Grund fand um noch ein wenig zu schlafen, trafen wir in Hinterstoder ein. Unser Weg zum Priel-Schutzhaus begann mit einem flachen Spaziergang durch das malerische Tal der Steyr. Am Klinsergraben entlang bewältigten wir dann doch noch die versprochenen/angedrohten Höhenmeter und der Klinser Fall brachte uns eine willkommene Erfrischung. Im Aufstieg konnten wir schon einen Blick auf die Spitzmauer und den Großen Priel werfen, unsere Ziele für die folgenden Tage. Beim ersten gemütlichen Hüttenabend auf dem Priel-Schutzhaus (1422m) warfen wir fast neidische Blicke auf die Sonnenbrände der Bergsteiger am Nebentisch, denn wir waren die letzte halbe Stunde des Aufstieges schon im Regen gegangen und der Wetterbericht verhieß nichts Gutes.

Am nächsten Morgen standen wir zeitig und hochmotiviert auf, um den strömenden Regen zu begutachten. Stabile Schlechtwetterlage! Die geplante Tour über den Stoderthaler Klettersteig auf die Spitzmauer und zurück auf das Priel-Schutzhaus muss wohl ausfallen. Ein Teil von uns verkroch sich noch mal ins Bett und der Rest vertrieb sich die Zeit mit intensivem Romme-Karteln und noch intensiveren Diskussionen über die Regeln. Der Hüttenkater Tommi hatte schon bald keine Lust mehr, von uns gestreichelt zu werden. Aber es regnete und regnete. Durch Frittatensuppe mit Maggi (oder andersrum) gestärkt überwältigte uns am Nachmittag trotz Nebel und sehr geringer Sicht der Tatendrang. Wir machten uns auf den Weg zum Süd-Ost-Sporn-Klettersteig, einem neuen kurzen Klettersteig in Hüttennähe. Am Einstieg sahen wir sofort ein, dass das Wetter doch zu schlecht ist für diesen Klettersteig. Wir befolgten den Rat von Hüttenwirt Harry und absolvierten zwei Übungsklettersteige direkt hinter der Hütte, die zwar nur kurz sind aber trotz schlechtem Wetter einen schönen Zeitvertreib brachten.

Wieder auf der Hütte trafen immer mehr gebadete Mäuse aus dem Tal ein und Anrufe am Hüttentelefon, die die Hüttenwirtin mit dem Satz „Nein! Tut uns leid, fürs Wochenende sind wir total ausgebucht!“ beantwortete gaben uns Hoffnung auf Wetterbesserung.

Nach einer ruhigen Nacht mit dem leisesten Mitbewohner im Zimmer, den wir je hatten empfing uns herrliche Morgensonne. Zunächst wanderten wir durch Latschenwald bis zur Baumgrenze und genossen die Sonne und den Blick auf das dichte Nebelmeer im Tal.

Wir passierten mit einem respektvollen Blick den Abzweig zum sehr schweren Bert-Rinesch-Klettersteig und stiegen steil bergauf. Im Kühkar wurde es erstmals richtig alpin, denn es ging über Schnee und Geröll. Über einen sehr schön angelegten seilversichterten Steig ging es hinauf zur Brotfallscharte. Dort warfen wir unseren ersten Blick in das Tote Gebirge: Eine interessante Hochebene ohne Pflanzen und Menschen, nur Felsen, Spalten und Schnee. Schön und ein wenig furchteinflössend!

 

Am nächsten Morgen standen wir zeitig und hochmotiviert auf, um den strömenden Regen zu begutachten. Stabile Schlechtwetterlage! Die geplante Tour über den Stoderthaler Klettersteig auf die Spitzmauer und zurück auf das Priel-Schutzhaus muss wohl ausfallen. Ein Teil von uns verkroch sich noch mal ins Bett und der Rest vertrieb sich die Zeit mit intensivem Romme-Karteln und noch intensiveren Diskussionen über die Regeln. Der Hüttenkater Tommi hatte schon bald keine Lust mehr, von uns gestreichelt zu werden. Aber es regnete und regnete. Durch Frittatensuppe mit Maggi (oder andersrum) gestärkt überwältigte uns am Nachmittag trotz Nebel und sehr geringer Sicht der Tatendrang. Wir machten uns auf den Weg zum Süd-Ost-Sporn-Klettersteig, einem neuen kurzen Klettersteig in Hüttennähe. Am Einstieg sahen wir sofort ein, dass das Wetter doch zu schlecht ist für diesen Klettersteig. Wir befolgten den Rat von Hüttenwirt Harry und absolvierten zwei Übungsklettersteige direkt hinter der Hütte, die zwar nur kurz sind aber trotz schlechtem Wetter einen schönen Zeitvertreib brachten.

Wieder auf der Hütte trafen immer mehr gebadete Mäuse aus dem Tal ein und Anrufe am Hüttentelefon, die die Hüttenwirtin mit dem Satz „Nein! Tut uns leid, fürs Wochenende sind wir total ausgebucht!“ beantwortete gaben uns Hoffnung auf Wetterbesserung.

Nach einer ruhigen Nacht mit dem leisesten Mitbewohner im Zimmer, den wir je hatten empfing uns herrliche Morgensonne. Zunächst wanderten wir durch Latschenwald bis zur Baumgrenze und genossen die Sonne und den Blick auf das dichte Nebelmeer im Tal.

Wir passierten mit einem respektvollen Blick den Abzweig zum sehr schweren Bert-Rinesch-Klettersteig und stiegen steil bergauf. Im Kühkar wurde es erstmals richtig alpin, denn es ging über Schnee und Geröll. Über einen sehr schön angelegten seilversichterten Steig ging es hinauf zur Brotfallscharte. Dort warfen wir unseren ersten Blick in das Tote Gebirge: Eine interessante Hochebene ohne Pflanzen und Menschen, nur Felsen, Spalten und Schnee. Schön und ein wenig furchteinflössend!

 

Über den Gratweg, der uns nette Tiefblicke bot, erreichten wir den Großen Priel (2515m) mit seinem riesigen roten Gipfelkreuz. Wir genossen den Panoramablick ins Tote Gebirge, ins Steyr-Tal, ins Almtal und ins Alpenvorland und erholten uns bei einer Gipfelbrotzeit. Über den Fleischbanksattel ging es abwärts. Nach einem steilen und teilweise versicherten Abschnitt kam bald unser nächstes Etappenziel, die Welser Hütte, in Sicht. Auf der Hüttenterrasse genossen wir die Sonne und konnten schon unser nächstes Ziel das Almtaler Köpfl und den Schermberg sehen. Nach dem Abendessen in der sehr gut besuchten Wirtsstube spielten wir einige Romme-Runden, bei denen sich durch ein unvollständiges Kartenblatt ungeahnte Schummelmöglichkeiten ergaben. Aber Bergsteiger sind so ehrliche Leute, dass sie ihre Schummeleien selbst enttarnen und sich zum Tragen des Seils als Strafe verurteilen. Es war ein schöner und anstrengender Bergtag gewesen, so dass wir uns früh in unser Lager verkrochen.

 

Die „Vorfreude“ auf den Schermberg-Klettersteig raubte zwar manchem von uns den Schlaf, aber trotzdem machten wir uns früh auf den kurzen Zustieg zum Klettersteig. Schon am Einstieg zeigte sich, dass das gute Wetter an diesem Tag für viel Verkehr sorgen würde. Der Schermberg Klettersteig ist sehr gut angelegt, es bieten sich sehr schöne Aus- und Tiefblicke. Er enthält schwierigere Kletterstellen und einfachere Erholungspassagen in einer angenehmen Mischung. Immer wieder ließen wir Nachfolgende passieren, so dass jeder von uns im passenden Tempo den Klettersteig genießen konnte. Der Klettersteig führt auf einem Grat zuächst auf das Almtaler Köpfl und von dort luftig hinauf zum Gipfel. Auf dem Gipfel des Schermberg (2396m) hatten wir einen tollen Fernblick bis zum Großglockner, der Venedigergruppe, dem Dachstein und auch wieder ins Innere des Toten Gebirge. Bei einer ausgedehnten Gipfelrast vergasen wir die körperlichen und seelischen Anstrengungen des Klettersteiges schnell. Wir machten uns auf, um das durch die Sonne kräftig aufgeheizte Innere des Toten Gebirges zu erkunden. Der Weg führte uns über tiefe Spalten und Blockgelände quer durch das staubtrockene

Gelände. Der Wanderweg ist sehr gut markiert, denn bei Nebel ist die Orientierung dort sehr schwierig und die Spalten sind sehr gefährlich. Am Weg konnten wir sehr interessante Mineralien finden und ein Schneefeld brachte uns Erfrischung. Wir erreichten den Temelbergsattel und verließen auf einer langen Wanderung, teilweise mit Blockkletterei, durch die Klinser Schlucht das Innere des Toten Gebirges. Endlich erreichten wir die Baumgrenze und unser Quartier. Wir verstanden gleich, warum sich Hüttenwirte auch mal über einen ruhigen Regentag zur Erholung, wie wir ihn zwei Tage zuvor hatten, freuen, denn jetzt am sonnigen Wochenende war die Hütte rappelvoll.

Am letzten Morgen forderten zwei anstrengende Tourentage ihren Tribut, eine Hälfte unserer Gruppe blieb im Bett während die andere aufbrach um den Abreisetag noch mit dem
Süd-Ost-Sporn-Klettersteig zu krönen. Dies ist nagelneuer, teils nur mit Kletterseil gesicherter Klettersteig. Er ist zwar nicht lang, enthält aber anstrengende Stellen, die mit schönen Ausblicken belohnen. Auf weglosem Abstieg ging es zurück ins Tal. Unterwegs besuchten wir nochmals den durch die Regenfälle deutlich gewachsenen Klinser Fall. Am Schiderweiher im Tal trafen wir wieder auf den anderen Teil unserer Gruppe. Gemeinsam spazierten wir zurück nach Hinterstoder. Herrlich erfrischendes Plantschen in der eiskalten Steyr sorgte für Wohlbefinden und gute Luft im Auto auf der Rückfahrt.

Die JDAV-Tour im Toten Gebirge war eine sehr interessante Tour in einer außergewöhnlichen Gebirgslandschaft. Wir waren uns einig, dass das Tote Gebirge bald wieder mal Besuch aus MSP erhalten wird.

Daniel, Julia, Uwe und Sebastian

 

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