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Skitour für Einsteiger

Freitag, 18. Januar – Früh am Morgen sammelten wir (Heiko und Kurt) Bruder Hans in Triefenstein ein, dann ging die Fahrt Richtung Süden. Unterwegs wurden noch die fehlenden Tourenski und Schuhe geliehen, bevor wir gegen Mittag den Riedbergpass im Allgäu erreichten. Hier trafen wir mit Mark und Uli zusammen. Nun sollten wir zu fünft unter Führung von Bruder Hans den Einstieg ins Tourengehen kennenlernen (Den geforderten LVS – Kurs hatte ich am Wochenende vorher im Sylvan absolviert). Von der Grasgehrenalpe führte unsere erste Tour hinauf auf das Riedbergerhorn (1787 m). Zur Eingewöhnung an Ski und Schnee nutzten wir 2-3 Liftfahrten, um auf- und abseits der Piste das Gefühl für den Schnee und das Material zu bekommen.

Dann ging es los: Felle aufziehen, Lawinenbericht studieren, Ausrüstungscheck durchführen und dann erste Schritte mit den Fellen unter den Skiern. Bei strahlendem Sonnenschein ging es langsam aber stetig hinauf. Zwischendurch wurden im steileren Gelände Spitzkehren geübt und die Hänge der Umgebung analysiert. Nach knapp zwei Stunden und 350 Höhenmetern haben wir den Gipfel erreicht, – Pause – Stärkung – Felle verpacken – Rüsten für die Abfahrt. Im Tiefschnee ging es talwärts. Im Gegensatz zu Bruder Hans, Mark und Uli war für Heiko und mich als Ungeübte abseits der Piste die Tahlfahrt fast so anstrengend wie der Aufstieg. Feinster Pulverschnee ließen aber die Anstrengungen vergessen. Nach 30 Min. hatten wir unsere erste Skitour beendet und waren wohlbehalten wieder am Parkplatz angekommen. Von dort fuhren wir ins Kleinwalsertal zu unserem Quartier, dem Mahdtalhaus. Am Abend nach einer Pizza beim Italiener wurde der Tag nachbereitet und die Tour für den nächsten Tag besprochen.

 

Am zweiten Tag wollten wir gleich vom Haus aus starten und aufs Toreck (2016 m) aufsteigen. Vorbei an Wald-Wild-Schutzgebieten erreichten wir die Baumgrenze und konnten an einer Steilwand Gemsen in ausreichendem Abstand beim Grasen beobachten. Die Gemsen ließen sich nicht durch uns stören. Es war lange nicht so kalt wie erwartet; der Föhn hielt Einzug. Es waren noch weitere Tourengeher auf der Route unterwegs, die deutlich schneller waren. Nach 4h 45 min und 950 Hm war der Aufstieg geschafft. Bei der 1 1/2 stündigen Abfahrt diesmal mit noch müderen Gliedern und nicht bei feinem tiefem Pulverschnee, sondern durch die Erwärmung am Tag deutlich schwererem Schnee. Aber wir erreichten wieder alle gesund und munter die Hütte. Beim Feierabendbier wurde der Tag besprochen und die ersten Pläne für den nächsten Tag geschmiedet, bevor Petras hausgemachte Kässpatzen und Nachtisch die Lebensgeister wieder erwachen ließen.

 

Als Ziel für Sonntag wurde das Rangiswanger Horn mit Aufstieg vom Ostertal ausgewählt. Die Tour sollte nicht so lange sein, da wir am Nachmittag heimfahren wollten. Somit wurde der Aufbruch früh geplant, jedoch mussten wir Jutta noch überzeugen, dass sie uns das Frühstück früher als üblich bereitstellt. Am Abend wurde noch weitestgehend zusammengepackt, um die anderen im Schlafsaal am nächsten Morgen nicht allzu sehr zu stören, und auch bei den Skiern wurden schon die Felle aufgezogen. So vorbereitet erreichten wir frühzeitig (8:20 Uhr) den fast leeren Parkplatz und konnten frühzeitig mit dem Aufstieg beginnen. Wie immer langsam aber stetig, mit regelmäßigen Trinkpausen. Gegen 11:15 Uhr erreichten wir nach 2 h 40 min und 680 Hm den Gipfel und genossen Rast und Aussicht. Von allen Seiten wurde der Berg erstiegen. Vom Gipfel hatten wir eine gute Rundumsicht mit Blick auf Sonthofen, das Illertal, und dem Riedbergerhorn (unsere Eingewöhnungstour am Anfahrtstag). Bei der Abfahrt erreichten wir nach nur 35 min den mittlerweile überfüllten Parkplatz. Umziehen, Verpacken und dann noch ein kurzer Fußweg zum Gasthof Buhlsalpe, um uns vor der Heimfahrt nochmal zu stärken und um ein Resumee über die 3 Tage zu ziehen.

 

Aus meiner Sicht als Skitouren-Anfänger waren es drei anstrengende Tage, die mich teilweise trotz vermeintlich guter Kondition an die Grenzen geführt haben, aber Dank der guten Führung und Gruppe stellte dies kein Problem dar. Es wird sicher nicht das letzte Skitourenwochenende gewesen sein. Das Konditionstraining wurde bereits begonnen.

Kurt Stratil, Pflochsbach

 

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