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Hochtour in der eindrucksvollen Gletscherwelt der Schweiz

19. Juli 2013 – Voller Erwartung ging es am Freitag um 3 Uhr in der Früh von Höchberg aus los. Dank der geniale Idee von Michael ein Mietauto zu nehmen, hatten wir Sechs mit unserer Vollausstattung komfortabel Platz in einem Ford Galaxy. Wir das waren Michael, Detlef ,drei „Neue“ Karlheinz, Andreas und Franz sowie ich als Guide.

Auf ging´s in die Schweiz, genauer nach Saas Grund. Unser Ziel war noch vor 12 Uhr die Gondel zur Mittelstation zu erreichen. Es waren traumhafte Wetterbedingungen gemeldet. Die 0° C-Grenze sollte knapp oberhalb 4000 Meter liegen. Das sollte sich auch über das Wochenende bestätigen – Sonnenschein pur. Zum Eingehen gab es einen wunderbaren Panoramaweg von der Mittelstation Kreuzboden auf 2397m, quasi um den imposanten Weissmies herum zur Amagellerhütte auf 2894 m. Dabei mussten wir nur wenige Höhenmeter bewältigen und kamen alle nach ca. 4 Stunden entspannt auf der Amagellerhütte des SAC an. Eine urige Berghütte, die dieser Bezeichnung noch gerecht wird mit anständiger Verpflegung und angenehmen Ambiente. Abends hieß es letzte Vorbereitungen treffen, Rucksack packen, letzte Besprechungen und früh in das Lager verkriechen.

Um 5 Uhr morgens (eine für Hochtouren moderate Zeit) hieß es ab zum Frühstück, 6 Uhr war Abmarsch. Der Gastraum war voll mit Weissmiesaspiranten, einige Seilschaften auch mit Bergführer. Da von dieser Seite aus der Weissmies etwas anspruchsvoller und vor allem lohnenswerter ist, waren wir nur mit etwa 8 bis 10 Seilschaften unterwegs.

 

Bis zum Gradeinstieg über den Zwischbergenpass gingen wir seilfrei, jeder in seinem Tempo aber bereits mit Steigeisen. Langsam kam die Sonne auf und wir hatten einen herrlichen Panoramablick auf die gesamte Mischalpgruppe. Am Einstieg des Südgrats auf 3700 m hieß es dann Steigeisen abnehmen, anseilen. Was folgte war eine herrliche Gratkletterei im Schwierigkeitsgrad I-II in bestem Fels und bei bestem Wetter. Am Übergang vom Nebengipfel zum eigentlichen Hauptgipfel des Weissmies wurden wir noch kurz in Nebel gehüllt bis wir wieder bei strahlendem Sonnenschein gegen 12 Uhr auf dem 4023 Meter hohen Gipfel standen. Der Abstieg war dann nur noch ein Klacks. Allerdings begegneten wir Heerscharen von Seilschaften, die entweder noch im Auf- oder bereits im Abstieg waren und den Weissmies vom Hochsaashaus aus angingen. (Eine gute Entscheidung den Weissmies von der Amagellerhütte aus anzugehen!)

Eine Begegnung bleibt mir jedoch eindringlich in Erinnerung: Im Abstieg passierten wir eine Seilschaft. Ein Mann ging die Besteigung auf Stöcken an, im fehlte ein Bein! Eine wahnsinnige Leistung – Hut ab vor so viel Ehrgeiz und Courage. Samstags, am späten Nachmittag ging es bereits wieder heim – einen Viertausender an einem Wochenende abgehakt, perfektes Wetter, keine Unfälle und eine gute Seilschaft – so sollen DAV Touren sein.

Thomas Bauereisen, Fachübungsleiter Hochtouren

 

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