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Mein erster Klettersteig (K1), Heilbronner Höhenweg

25. Juli 2013 – Pünktlich um 7.00 Uhr starten wir in Marktheidenfeld zur diesjährigen Frauentour. Nach dreieinhalb Stunden Fahrt erreichen wir Oberstdorf. Dort werden die Bergschuhe geschnürt, der Rucksack aufgeschnallt, dann geht es los. Der Bus bringt uns nach Birgsau (1000 m).

Jetzt heißt es laufen, und zwar stetig bergauf. Nach einer Stunde erreichen wir die Petersalp (1296 m), es beginnt unerwartet zu regnen. Hallo, von Regen war im Wetterbericht aber nicht die Rede! Zum Glück ist es nur ein kurzer Schauer. Die Luftfeuchtigkeit ist jetzt ungewöhnlich hoch, der Schweiß fließt in Strömen. Gemächlich steigen wir weiter zur Enzianhütte (1804 m). Dort erwartet uns nach der Anstrengung ein alkoholfreies Weizen und leckerer Kuchen. Das tut gut! Gestärkt setzen wir unseren Weg fort – wieder nur bergauf! Nach insgesamt 4 Stunden Gehzeit erreichen wir unser Übernachtungsquartier Rappenseehütte auf 2091 m. Wir richten uns in einem kleinen Lager, wo nur Platz für uns sechs Frauen ist, gemütlich ein und stärken uns mit einer übigen DAV Mahlzeit. Einige bewundern den Sonnenuntergang in der tollen Bergwelt.

Wir gehen zeitig ins Bett, denn Paula ermahnt uns, am nächsten Morgen bald aufzustehen, um früh starten zu können. Nach einem leckeren Frühstück verlassen wir gut gestärkt die Hütte um 7.30 Uhr Richtung Heilbronner Höhenweg.

 

Wieder geht es stetig bergauf – ich fürchte, ein anstrengender Tag liegt vor uns. Wir sind bei Weitem nicht die Einzigen, die sich diese Tour vorgenommen haben, das Wetter ist ideal, wolkenloser Himmel, Gewitterrisiko gleich null. So begegnen wir immer wieder Gleichgesinnten, die mit uns in Oberstdorf gestartet sind. Bald heißt es Wanderstöcke weg und Paula gibt uns noch Tipps bezüglich Gehen im felsigen Gelände.

Jetzt beginnt der anspruchsvolle K1-Bereich des bekannten Heilbronner Höhenweges. Da wir alle durch das „Heilbronner Törl“ passen, erreichen wir bald die Leiter am Stein-
schartenkopf. OK, da müssen wir hoch?! War gar nicht schwer! Etwas weiter kommt die Leiterbrücke – auch die zu überqueren ist für uns kein Problem! Um die Mittagszeit sind wir endlich am Bockkarkopf (2609 m) angelangt. Die Aussicht auf die umliegende Bergwelt ist grandios und entschädigt uns für die bisherigen Mühen. Hier ist der richtige Platz für eine große Pause. Gestärkt geht es durch die Bockkarscharte und über den für die Jahreszeit ungewöhnlich großen Schneeferner unterhalb der Mädelegabel.

Der Weg ist das Ziel !

Anspruchsvoller Zustieg zum Steig.

Es geht Los !

Der Einstieg in den Heilbronner Höhenweg.

 

Die Strecke zieht sich ab hier (“Der Weg ist das Ziel”), bis wir um 16 Uhr endlich unser Ziel Kemptner Hütte (1844 m) nach acht Stunden Gehzeit erreichen. Wir sind alle ziemlich geschafft. Gut dass Paula entschieden hatte, nicht auf die Mädele-gabel zu steigen. Geduscht und mit einem guten Abendessen gestärkt ist für uns die Hüttenruhe um 22 Uhr kein Problem.

Und morgen sollen wir tatsächlich noch einen Gipfel besteigen? Heute unvorstellbar, aber nach einer ruhigen Nacht und einem kräftigen Frühstück sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Wir starten zum Muttlerkopf (2366 m), von wo wir wieder eine herrliche Aussicht genießen können. Das Wetter meint es aber wirklich gut mit uns! Zurück auf der Kemptner Hütte treten wir den Abstieg durch das Sperrbachtobel an. Eine wunderschöne Blumenvielfalt begeistert uns. Tropische Temperaturen lassen uns wieder ins Schwitzen kommen und der starke Verkehr auf dem schmalen Weg bremst uns ziemlich aus, (eine “Karawane” nach der anderen zieht sich hoch – wer denkt, dass die E5-ler meist sonntags starten, täuscht sich gewaltig) so dass wir viel Zeit für die Strecke benötigen. Glücklich und zufrieden, die Tour geschafft zu haben, erreichen wir kurz nach 16 Uhr die Spielmannsau zur Schlussrast. Von dort bringt uns der Bus (neuerdings ein öffentlicher) zurück zum Auto. Danke Paula, dass Du diese Tour für uns organisiert hast.

Angelika Baunach, Marktheidenfeld

Ein Schneefeld folgt dem Anderen !

Gruppe im Schnee.

 

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