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Bergwandern Ötztaler Alpen

So wie ich am Morgen aus der Hütte raus geh, so lauf ich am Abend auch wieder nei
Nach diesem Motto hat uns Walter Appel vier anspruchsvolle Tage durch den Ötztaler Alpen geführt.

Donnerstag, 15. August: Alle Parkplätze in Vent scheinen belegt zu sein – Erst nach einigem Rangieren konnte Walter dann auf einem Seitenstreifen stehenbleiben. Anscheinend sollten wir nicht alleine in den Bergen unterwegs sein …!

11 Ötzis aus Franken steigen 600 Hm zur Martin-Busch-Hütte auf; diese Hütte soll uns nun zwei Tage/Nächte beherbergen. Warme Duschen waren vorhanden, also kein Problem. Allerdings verfügt die Hütte nur über ca. 80 Sitzplätze im Gastraum und mindestens über 160 Schlafplätze. Also hieß es für den Abend, Plätze in der Gaststube verteidigen und natürlich, zusammenrücken. Die Hütte war brechend voll; einige Wanderer wurden tatsächlich nicht aufgenommen und nach Vent weitergeschickt. Einige Bravehearts nächtigten doch tatsächlich unter einem Dachvorsprung im Freien.

Mehr oder auch weniger gut ausgeschlafen gings am nächsten Morgen um 7.30 Uhr zur Similaun-Hütte. Diese liegt bereits auf 3019 m und in italienischem Gebiet. Dank Walter, der uns immer wieder zu kleinen Schritten, langsamer Gehweise und Trinkpausen angehalten hat, sind wir auch alle glücklich auf der Hütte angekommen. Und der italienische Cappuccino schmeckte doch gleich auch viel besser als auf der deutsch sprachigen Seite …

Die Besteigung des Similaun hätte schon gelockt. Das ewige Eis hat geglitzert und in der Sonne gefunkelt. Aber unser Weg ging ja über Schneefelder zur Ötzi-Fundstelle. Ein Denkmal erinnert an den Ötzi-Fund im Jahre 1991. Walter hat uns informiert, dass Ötzi schon seit 5 250 Jahre tot ist; er wurde durch eine Pfeilspitze von hinten gemeuchelt. Ötzi liegt jetzt in Bozen in einem schönen Museum. Nach einer ausgiebigen Pause mit Bergpicknick machten wir uns wieder an den Abstieg zur Martin-Busch-Hütte. Der Abstieg war etwas schwierig. Einen richtigen Weg gab es nicht, Ötzis Fundstelle ist ein ziemlicher Geröll- und Schutthaufen, der immer wieder von Schneefeldern unterbrochen wird. Aber auch diesen Weg haben wir gut gemeistert und sind frohen Schrittes wieder in die Martin-Busch-Hütte eingelaufen.

 

Am Samstagmorgen ging unsere Tour über den Saykogel (3355 m) zum Hochjoch Hospitz. Wir waren an diesem Tag mit den Gletschern auf “Augenhöhe”. Wie das so ist in den Bergen, es ging erst mal 1000 Hm als schöne Kletterei hinauf und dann 1100 Hm wieder hinunter, um dann noch einmal 200 Hm zum Hochjoch Hospitz aufzusteigen. Leider waren die Berge immer wieder wolkenverhangen und die Sicht nicht immer optimal. Auch unser Regenzeug mussten wir für kurze Zeit mal rausholen. Am Gipfel gab es leider kein Kreuz, nach einer Verschnaufpause stiegen wir zu einem Plateau ab, wo wir in der Sonne unsere verdiente Mittagsrast verbrachten. Das Hochjoch Hospitz ist eine wunderschöne Hütte mit warmem Wasser im Waschraum (welch ein Luxus!). Zum Abendessen gab`s ein leckeres 3-Gänge-Menü, und unser Lager war urig: Ganz unter dem Dach, nur über eine steile Leiter zu erreichen, aber alles neu und sehr sauber. Am Sonntagmorgen gabs Frühstücksbuffet. Anschließend sind wir einen wunderschönen Almenweg durch üppige Weiden zurück nach Vent marschiert. Unsere Autos waren noch da und frohgemut traten wir die Heimreise an.

Danke an Walter, der uns souverän und sicher durch die Ötztaler Bergwelt, über Schnee und Eis geführt hat und dank rechtzeitiger Planung auch für jeden ein Lager organisiert hatte.
„Ötzi“ aus Gemünden

 

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