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Frauentour - Montafon / Rätikon

Der Wetterbericht hatte für das letzte August-Wochenende bestes Wetter mit viel Sonnenschein gemeldet – Die 2. Frauentour in diesem Jahr konnte starten. Dieses mal ging es ins Montafon / Rätikon. Wir waren zehn Teilnehmerinnen im Alter von 37 – 67 Jahren, beruflich normalerweise als Yogalehrerin, Verwaltungsangestellte, Bibliothekarin, Ärztin, Bankerin, Heil-praktikerin oder Rentnerin unterwegs und unsere Wanderleiterin Paula, die Alles für ein paar Tage vergaß, um “nur für uns da zu sein”.

Donnerstag-Vormittag erreichten wir unseren Startpunkt im Montafon. Von Latschau aus gingen wir in gemächlichem Tempo zur Lindauer Hütte auf 1744 m. Freundlicherweise hatte der Hüttenwirt ein Lager mit 16 Betten ausschließlich für uns reserviert, so daß wir in den nächsten drei Nächten nicht mit Neuzugängen rechnen mussten. Das erleichterte einigen von uns die Eingewöhnung in das Matratzenlager.

Voller Elan wanderten wir am Freitag entlang alter Pfade über das Zollhaus „Schweizer Tor“ und weiter auf einem Rundkurs um das Felsmassiv der Drei Türme.

 

Die überwältigende Landschaft entlockte uns ein ständiges “Oh,ist das toll!”; “Phantastisch!“, “Hier sitzen bleiben und einfach nur schauen!”, “Ein Traum!“. Leichter Übermut herrschte bei manchen Frauen, als wir das 2343 m hohe Drusentor erreichten, den höchsten Punkt der Tagestour.. Nun hieß es für uns nochmals volle Konzentration beim Abstieg. Das grobschottrige Geröll zur Lindauer Hütte war dann allerdings für manche Knie und Oberschenkel grenzwertig.

Mit “leichtem personellen Teilnehmer-Schwund” starteten wir am nächsten Morgen. Die Tour führte uns über den Bilkengrat zur Tilisunahütte und nach einer gemütlichen Rast im Sonnenschein weiter über den Schwarzhornsattel (2266 m) zum Tobelsee. Der kristallklare Bergsee lies den Wunsch nach einem kühlenden Bad entstehen. Nach einigem Zaudern wagten Gerlinde und ich, so wie Gott uns schuf, den kühnen Sprung ins Wasser. Zugegeben, wir hatten die Temperatur (ca. 14°C) unterschätzt und verliesen nach ein paar kräftigen Schwimmzügen (mit Beweisfoto) eiligst das kühle Nass.

 

Der Rückweg überraschte uns mit riesigen Flächen grünen Gesteins (lt. meinem Mineralienbuch handelt es sich dabei um Tirolit). Als kleines Geschenk brachten wir dem Rest der Truppe einige Exemplare mit. Dank unserer gut durchorganisierten und auf Disziplin achtenden Wanderleiterin Paula (“Redet nicht so viel, achtet auf euren Weg.”) kamen wir auch an diesem Tag wieder heil in unserer Hütte an. Überhaupt gelang es Paula auf wundervolle Weise auf die Bedürfnisse einer jeden Teilnehmerin einzugehen und ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen.

Der beginnende Regen am Heimreisetag kurz vor Abstiegsende machte uns den Abschied vom Montafon leichter. Unter Anleitung von Gurpreet, der Yogalehrerin, fanden wir uns zu einem Meditationskreis zusammen und reflektierten die letzten vier Tage mit all unseren Ärgernissen, Freuden, Schwächen und Stärken. Es war schön seine Grenzen zu erkennen und gleichzeitig in der Sicherheit der Gruppe ein Stück darüber hinaus zu wachsen. Bei der Verabschiedung im Tal wußten wir: Aus uns ist eine echt starke Truppe geworden.

Lydia Keilhammer-Dill, Obersinn

 

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