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Ingwer und andere Fragen

Am 3. Oktober, einem sonnigen Donnerstag, an dem sich ganz Bayern auf den Weg in die Berge machte, waren auch wir mit 3 Autos in der Schlange von Würzburg bis zum Achensee. Deshalb trafen alle ca. 1 Stunde verspätet am Treffpunkt in Wattens ein. Wir – das waren 7 Frauen, 2 (Ehe)männer und natürlich unser Wanderleiter Horst.

Horst hatte schon bei der Vorbesprechung einige Fragen über sich ergehen lassen müssen, auch weil einige Wanderneulinge dabei waren. Umso mehr, weil bekannterweise Frauen mehr Fragen stellen als Männer. Trotz aller Tipps, was alles mit muss, war es für mich – Birgit als Wanderneuling ein ständiges Ein- und Auspacken, Abschätzen und Wiegen, um unter den “empfohlenen” 10 kg-Gepäck zu bleiben. Zum Schluss hab` ich es aber doch geschafft!

Bei schönstem Sonnenschein parkten wir unsere Autos am Lager Walchen und stiegen in schnellen 2 Stunden zur Lizumer Hütte auf. Dort wurden wir von einem bluthundähnlichen Hund begrüßt. Die Hütte ist neu renoviert und sehr geschmackvoll eingerichtet. Die weiblichen Mitarbeiterinnen waren sehr freundlich, was man von dem Hüttenwirt nicht behaupten konnte.

 

Am nächsten Morgen wurden erst einmal einige Rucksäcke richtig eingestellt. Dann ging es bei bedecktem Himmel auf dem Inntal-Höhenweg Richtung Weidener Hütte. Im Vergleich zum ersten Tag merkten wir sofort den Unterschied. Kein Ziehen in den Schultern, der Rucksack kam einem leichter vor. Horst gab ein angenehmes Wandertempo vor, so dass alle ohne Probleme mithalten konnten. In ca. 2 Stunden wird es regnen prophezeite Wolfgang. Nach schnellen 2 Stunden (10 Minuten) begann es tatsächlich zu regnen.

Bei der nächsten Pause erfuhren die erstaunten Männer, was “Frau” alles mit in die Berge nimmt. Besonders gefragt war dieses Mal Ingwer in allen Variationen. Ingwerwasser, Ingwertee, Ingwerbonbons und kandierter Ingwer, das und vieles mehr wurde aus den Rucksäcken gezaubert.

Beim höchsten Punkt des Tages am Gravensjoch hätte man 2 Gipfel “mitnehmen” können, aber wegen dem Regen, hatte keiner Lust darauf. Jetzt ging es (fast) nur noch bergab. Horst erzählte uns während der Tour einiges über Flora und Fauna und wir wunderten uns, wie hoch 60 Hm eigentlich sein können. – Das waren die Hm, die danach eigentlich nur noch aufgestiegen werden sollten. Auf der Weidener Hütte wurden wir vom freundlichen Hüttenwirt begrüßt und uns ein super schönes Bettenlager zugewiesen, mit riesigen Doppelbetten.

 

Der zweite Hüttenabend verlief sehr lustig, allerdings wurde Horst wieder mit vielen Fragen gelöchert. Angefangen von der Duschdauer bei Duschmarken bis zur Tour des nächsten Tages, insbesondere der Gipfelanstieg zum Rastkogel. Die Wanderkarte von Horst war heiß begehrt und wurde von jedem gründlich studiert. Zu späterer Stunden mussten wir natürlich auch den regionalen Zirbenkieferschnaps probieren. Der Schnaps kam nicht bei allen gut an, als Hustensaft konnte man ihn aber trinken. Nur eine Mitwanderin musste ermuntert werden mit dem Spruch „Schütt di Brüh no“, was sie dann auch tat. Nachdem das Gelächter immer größer wurde und wir von einer besorgten Mutter,deren Kinder schlafen sollten, ermahnt wurden, gingen wir in unser Luxuslager, das angenehm warm beheizt war.

Am nächsten Morgen verabschiedete uns der Hüttenwirt mit der Wettervorhersage: “es sieht gut aus, es bleibt trocken”. Also gingen wir Richtung Rastkogel. Nach ca. 400 Hm begann es dann leider doch, wie vom Internet vorhergesagt, zu regnen. Als der Regen immer stärker wurde und Nebel aufzog, beschloss Horst die Tour abzubrechen und zurück zur Hütte zu laufen. Dort wurde ein Taxi bestellt, das idealerweise bis zur Hütte fahren konnte. In 60 Minuten und gefühlten 1000 Kehren kamen wir wieder bei unseren Autos an. Jeder war froh, an die frische Luft zu kommen, denn einige hatten mit Übelkeit zu kämpfen. Der Heimfahrt verlief etwas besser als die Hinfahrt.

Zum Schluss bleibt eigentlich nur noch eine Frage übrig: Horst, dürfen wir nächstes Jahr wieder mit?

Birgit Dyroff (Wanderneuling) und Gisela Baum

 

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