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JDAV on Ice

Grandioses Bergwetter versprachen die Wetterdienste für Anfang August. Perfekt, denn so stand der geplanten Tour in den Ötztaler Alpen nichts mehr im Weg. Nach frühmorgendlicher Anfahrt ins österreichische Vent stiegen wir bei Sonnenschein und warmen Temperaturen einer grandiosen Berglandschaft entgegen. Das heutige Etappenziel hieß Similaunhütte und stellte eine ordentliche Eingehtour dar. Auch wenn wir die Bergsteigerweisheit „Hoch steigen, Tief schlafen“ an diesem Tag nicht berücksichtigten, denn keiner hatte Lust nach Ankunft auf der Hütte „Bonushöhenmeter“ zu machen, waren alle am nächsten Tag gut akklimatisiert und bereit für den Gipfel des Similaun.

Für den Aufstieg seilten wir uns an und gingen auf Steigeisen und mit Eispickel einer gut sichtbaren Spur folgend über den spaltenfreien Gletscher. Für mich die ersten Schritte auf Steigeisen, die Lust auf „mehr“ gemacht haben. Am Nachmittag ging´s unter Marcel´s Anleitung noch um Trockenübungen zur Spaltenbergung.

 

Tags darauf mussten wieder schwere Rucksäcke geschultert werden, denn die nächste Übernachtung war im Hochjochhospiz geplant. Zunächst wanderten wir von der Similaunhütte zur Ötzi-Fundstelle, wo besonders eindrücklich war, wie weit sich der Gletscher in den letzten 20 Jahren zurück gezogen hat. Denn dort, wo vor gut 20 Jahren „Ötzi“ im Eis entdeckt wurde, ist mittlerweile kein Gletscher mehr zu finden. Weiter ging es in Richtung Fineilspitze. Die letzten 300 Höhenmeter vor dem Gipfel boten tolle leichte Blockkletterei bei atemberaubender Aussicht. Dabei konnten wir auch gut erkennen, dass uns noch ein gutes Stück des Weges bevorstand. Bei der Querung eines großen, flachen, in der Mittagssonne aufgeweichten Gletscherfeldes floss der Schweiß in Strömen. Um vor den überall reflektierten Sonnenstrahlen geschützt zu sein waren wir dabei bis zur Unkenntlichkeit vermummt. Wenig später bekamen wir schon das Hochjochhospiz zu sehen. Weit sollte es also nicht mehr sein. Doch Michael warnte, dass es sich um eine „Fernsehhütte“ handelt… Erst zwei Stunden und 300 Hm Gegenanstieg nach dem ersten Auftauchen

der Hütte waren wir dann endlich angekommen. Dafür schmeckte das TAB (Touren-Abschluss-Bier) dann aber auch besonders gut. Am nächsten Tag machten wir uns nach drei schönen Tagen in den Bergen auf die Heimfahrt, beziehungsweise den Weiterweg ins Bergell. Abschließend, noch vielen Dank an Michael und Marcel für die super Tourenplanung und Organisation.

Johannes Greger, Urspringen

 

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