[ Zur Hauptnavigation springen ]

[ Zur Unternavigation springen ]

[ Zur Suchnavigation springen ]

[ Zur Servicenavigation springen ]

[ Zum Inhalt springen ]

[ Zu den aktuellen Meldungen springen ]

Servicenavigation:


Inhalt:

JDAV Fränkischer Jahresbericht

Hermann Hesse schrieb einmal in einem Gedicht: „Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.“ Das nahmen wir uns diesen Sommer zu Herzen und begaben uns, nach einer langen Regenperiode und zähem Wintertraining in der Birkenfelder Kletterhalle, regelmäßig in die Fränkische Schweiz. Da unsere geschundenen und ausgezehrten Körper Ruhe benötigten, verbrachten wir unzählige Abende in Gastwirtschaften zu fränkischem Bier, Schweinshaxen, Bratwürsten und selbstverständlich bei Oma Eichler und ihrem international geschätztem Kuchen. Jetzt, passend zum jährlich wiederkommenden Sauwetter sind wir fein rausgefressen und ausgeruht dazu bereit, unsere fränkischen Fettpolster, in den viel zu hart bewerteten Routen der Birkenfelder Kletterhalle, wieder loszuwerden.

Spaß bei Seite. Natürlich lockten uns die Felsen, die steilen griffigen Überhänge und kleingriffige Wandklettereien. Der Fränkische Lochkalk, der in seiner Form einzigartig ist, dem erlagen wir und es entstand eine Sucht, die jedes Wochenende versucht wurde, gestillt zu werden. So lernten wir eigentlich jede Ecke der Fränkischen kennen, den Norden und das Kleinziegenfelder Tal, den Süden und den Rötelfels, den Westen und sein wunderschönes geschichtsträchtiges Trubachtal und den Osten und sein Pegnitztal. Damit wurden nur wenige Ziele genannt, die von uns „Spessarter Kraxlbuam“ beklettert wurden.

Jetzt mögen Sie sich, werter Leser und Nicht-Kletterer eventuell fragen, wer wohl diese „Kraxlbuam“ sind? Darum möchte ich ein wenig Licht ins Dunkel bringen und unsere jungen Kletterer in mehr oder minder oder gar nicht objektiven Steckbriefen vorstellen und jeden einzelnen in die Höhe zu halten und ein Loblied singen.

 

Johannes Greger, Jugendleiter und Mathematik-genie. Er hält Griffe fest und zieht diese durch, andere würden nur den Kopf schütteln und sagen: Darauf würde ich nicht einmal treten. Ihm gelangen in dieser Saison wahnsinnige Leistungen, er „flashte“ und „onsightete“ Touren, da würde so manchem die Kinnlade runter klappen. Sprich Achter, Achter und nochmals Achter und einige sogar mit einem Plus dahinter stehend. Respekt! Am meisten wird er auf seine Begehung des Ultraklassikers, von Kurt Albert 1980 erstbegangen, „Eraserhead“ 8+/9- an den Bleisteinen stolz sein.

 

Marcel Brönner, Jugendleiter und die Ruhe in Person. Er als Beweglichkeitstalent meistert Züge mit einer anmutenden Grazie, welche man selbst im Ballett selten zu sehen bekommt. Trotz einigen gesundheitlichen Problemen hatte er dieses Jahr ein Leistungshoch und punktete ebenfalls etliche Achter und zwei Touren im unteren neunten Grad. Sein absolutes Hoch in dieser Frankenjurasaison war hundertprozentig seine jahrelang projektierte Route „Nimue“ 9 an der Holzgauerwand. In diesem Sinne, Glückwunsch!

 

Philipp Hillebrand, stiller Begleiter und Revolutionär in der verbalen Routenbewertung. Ein in diesem Jahr wieder häufig zu sehender Kletterer. Wenn er nicht immer Schicht hätte arbeiten müssen, wäre er immer für die Fränkische zu haben gewesen, denn er tastete sich souverän in Richtung achten Grad an., was leider durch eine Knöchelverletzung verhindert wurde. Zu seiner verbalen Routenbewertung. Er führte die einmaligen Begriffe „lohnend“ und „genießbar“ zu einer Klassifizierung der Touren ein.

Benedikt Roth, angehender Jungendleiter und Sportwissenschafts- und Germanistikstudent. Ein oft gesehener Zeitgenosse und leidenschaftlicher „Lochzerrer“, ihm liegen steile und griffige Überhänge, bei denen es nicht vordergründig ist, ob die Füße gesetzt werden oder nicht. In diesem Jahr konnte er einige Touren im achten Grad klettern. Seine wichtigste Rotpunktbegehung war sicherlich die der Ekstase 8+ am Duplo.

benni__roth_in_der_ekstase_8+__rotpunkt.jpg

Benni Roth in der Ekstase 8+ Rotpunkt

philipp_hillebrand_im_halbmondweg_7+.jpg

Philipp Hillebrand im Halbmondweg 7+

Zudem waren regelmäßige Begleiter Andreas Tuschl, der in diesem Jahr ebenfalls sehr motiviert in der Fränkischen unterwegs war und auf seiner Liste etliche Touren im achten Grad verzeichnen konnte. Alexander Simgen war genauso hoch motiviert mit dabei und verbesserte sich stetig. Gelegentlich waren auch Thomas Hanenberg, Julia Wiesmann, Lorenz Fertig, Inga Lusche und Alexander Schätzlein am fränkischen Fels unterwegs und damit sind nur einige dieser bunten Truppe genannt (Entschuldigung an all jene, die namentlich vergessen wurden).

Abschließend lässt sich sagen, es war ein sehr aktives Jahr, mit vielen verschiedenen Felsen, vielen Touren, unzähligen Löchern und einigen Litern fränkischen Bieres, leckerem Kuchen, etliche Schweinehaxen, Schnitzel, Bratwürste und so weiter und so fort. Bestimmt ist die Enttäuschung bei jedem sehr groß, dass jede Saison irgendwann ein Ende hat, aber die Vorfreude, dass im kommenden Jahr die Felsen und die Projekte auf uns warten werden, ist umso größer.

Benedikt Roth

 

[Zum Seitenanfang]