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Familienabenteuer pur!

Auf der Albert-Link-Hütte am Spitzingsee

Albert Link Hütte

Erfahrungsbericht einer Mama

 

3. – 6. September 2015 – Die Teilnahme an einer Familienhüttentour in den bayerischen
Bergen, warum nicht, hat doch etwas Abenteuerliches!
Die Entscheidung für uns, als natur- und wanderbegeisterte Familie- war also schnell gefällt
und die Anmeldung wurde ausgefüllt.Mein Mann und meine Kinder freuten sich riesig,
ich jedoch machte mir nach einiger Zeit doch so meine Gedanken. Etagentoiletten,
Gemeinschaftswaschraum mit Münzduschen, Bettenlager- oje, auf was hatte ich mich
da nur eingelassen. Doch noch ein Rückzieher meinerseits?
Nein, auf keinen Fall!
Mit gemischten Gefühlen und vollgestopften Rucksäcken fuhren wir schließlich dem Abenteuer entgegen. Um die Mittagszeit kamen wir am Parkplatz direkt neben dem malerisch gelegenen Spitzingsee an. Die Rucksäcke wurden geschultert und wir machten uns im Nieselregen auf den 20-minütigen Fußmarsch zur Albert-Link-Hütte. Umrahmt von saftigen Wiesen steht sie, gemeinsam mit mehreren Almhütten, in einer Talsenke, überall grasende Kühe und Glockengebimmel – wunderschön.

Wir bezogen Quartier in einem Familienzimmer mit 2 Etagenbetten und nach einem kurzen Kampf mit den Hüttenschlafsäcken ging´s zum Kennenlernen der anderen Teilnehmer. Dies war schnell erledigt, denn bei gemeinsamen Interessen ist man sich einfach sympathisch. 6 Kinder (Max, Hannes, Lorenz, Tim, Greta und Linda) und 6 Erwachsene (Stefan, Stephanie, Jochen, Claus, Karsten und meine Wenigkeit) bildeten unsere wanderfreudige Truppe. Wir einigten uns darauf, gleich noch zu einer kleinen Einlaufrunde zum Blecksteinhaus aufzubrechen.

Die Route führte über Wiesen und Waldwege und beim Lehmkugelrollen und Fachsimpeln an der Pferdekoppel wurden schnell die Interessen und Neigungen der Kids klar und restliche Hemmungen abgelegt. Im Blecksteinhaus stärkten wir uns mit sehr leckerem Kuchen und Kaffee. Der zunehmende Regen zwang uns jedoch zum Aufbruch und nun konnten die Outdoor-Jacken schon am ersten Tag zeigen, was in ihnen steckt. Die Albert-Link-Hütte schon wieder im Blick, öffnete der Himmel seine Schleusen so richtig und Donner grollte über uns. Glücklich konnte sich jetzt der schätzen, der einen Schirm hatte. Das dachten sich die Kühe wohl auch, denn es hatte den Anschein, sie wollten mit Claus und Tim unter deren Schirm. Eingerahmt an diesem einmaligen Bild. Wieder getrocknet genossen wir gemeinsam den ersten Hüttenabend und Stefan erklärte uns die Tour für den morgigen Tag.

Nach einer sehr verregneten Nacht, schien am Morgen wirklich die Sonne und meine Kids hüpften, im Gegensatz zur mir, total ausgeschlafen aus ihren Stockbetten. Aber die schöne, in der Sonne dampfende Landschaft und ein total leckeres Frühstück entschädigten dies. Auf ging´s zur ersten großen Tour. Der Waldweg führte uns zunächst steil bergan zu den Haushamer Almen und zum Grünsee. Die Sonne hatte sich mittlerweile leider wieder verzogen und Nebelschwaden begleiteten uns auf den letzten Höhenmetern zum Stolzenberg. Sie tauchten diesen in mystisches Licht. 600 Höhenmeter waren geschafft! Eine tolle Leistung der Kinder, die sich jetzt eine Naschbelohnung aus der, von allen nur liebevoll „die Kuhtüte“ genannten Stofftasche verdient hatten.
Weiter ging´s über spannende und abwechslungsreiche Trampelpfade zum Rotkopf und schließlich zum Roßkopf. Ein „nettes Schaf“ bereitete den Kindern ein besonderes Erlebnis, indem es freudig aus seiner kleinen Herde auf uns zulief, sich ausgiebig von allen streicheln!, ließ und auch noch Fotomodel spielte.

In der Jagahütt´n machten wir verdient Pause, bevor wir dann den Abstieg über den Speichersee in Angriff nahmen. Unsere kleinen Mädels nutzten diesen, um ausgiebig Bibi und Tina mit Amadeus und Sabrina zu spielen. Die Jungs dagegen freuten sich schon auf den Bach an der Albert-Link-Hütte, denn der angefangene Staudamm vom Vortag musste noch vollendet werden. Nach ausgiebigem Testen der Münzduschen, trafen wir uns schließlich alle wieder zum Abendessen, bei dem keine Wünsche offen blieben. Nette Gespräche, Kartenspiele (vor allem „Solo“ hatte es uns angetan) und toll gemalte Kunstwerke beendeten diesen ereignisreichen zweiten Tag.

Folgte Tag Nr. 3: Wieder hatte es die ganze Nacht über geregnet und am Morgen tropfte es immer noch. Aber davon lassen sich echte Wanderer nicht abhalten! Die geplante Tour wurde kurzerhand abgeändert und wir starteten gut ausgestattet mit Regenjacken. Wir machten uns auf den Weg zum Spitzingsee, immer darauf bedacht, die Kinder davon zu überzeugen, dass Pfützen springen zwar sicherlich viel Spaß macht, aber trockene Füße für den Rest der Tour von Vorteil wären. An der Talstation der Taubensteinbahn konnten wir einen kleinen Viehtrieb beobachten, scheinbar wurde es den Kühen auf ihren Almen auch schon zu feucht – wieder ein Erlebnis tierischer Art für die Kids. Schließlich stiegen wir in die Kabinenbahn und fuhren zur Bergstation.

Oben erwarteten uns 6 Grad Außentemperatur, Wind, sowie ziemlich matschige und rutschige Wege – Abenteuer pur! – bei schönem Wetter kann schließlich jeder wandern. Wir erklommen den Rauhkopf und stiegen zur Schönfeldhütte ab. Nach einem guten Mittagessen ging´s über Forstwege zurück zur Albert-Link-Hütte. Es folgte ein gemütlicher Hüttennachmittag und Abend im Trockenen. Ein letztes Mal wurde unser Schlaf vom stetig tropfenden Regen und vom Kuhglockengeläut begleitet, bevor wir am Sonntagmorgen unsere Rucksäcke für die Heimfahrt packten. Auf Grund der Wetterlage beschlossen wir beim Frühstück, auf die noch geplante Abschlusswanderung zu verzichten. So fiel der Abschied feucht, aber sehr herzlich aus und wir waren uns alle einig, dass unsere Hüttentour ein tolles Erlebnis für alle war und wir mit vielen neuen Erfahrungen nach Hause fahren werden. An dieser Stelle

noch ein herzliches Dankeschön an Stefan, der die komplette Tour geplant und organisiert hatte und stets die Bedürfnisse und Wünsche eines jeden Mitglieds im Blick hatte.

So, und nun zum Abschluss noch das Fazit einer Mama:
Geschlafen hab ich wirklich nicht gerade viel, aber das liegt wohl eher am „Mama-Alles-Hör-Syndrom“, ansonsten war es einfach schön, dieses besondere Hütten- und Naturfeeling zu spüren und in der Ursprünglichkeit Kraft zu tanken. Ich bin mir sicher, das war zwar meine erste, aber sicherlich nicht meine letzte Hüttentour, denn viele nette Menschen lernt man obendrein auch noch kennen.

Marika Schmitt-Gütling
Karlburg

 

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