[ Zur Hauptnavigation springen ]

[ Zur Unternavigation springen ]

[ Zur Suchnavigation springen ]

[ Zur Servicenavigation springen ]

[ Zum Inhalt springen ]

[ Zu den aktuellen Meldungen springen ]

Servicenavigation:


Inhalt:

Berggeschichten – Berichte unserer Mitglieder

Die Alle-Wetter-Rhön

Froh darüber, daß Lothar die jahrzehntelange Tradition des Wander-Wochenendes in der herbstlichen Rhön fortführt, folgte eine stattliche Anzahl Rhön-Begeisterter seinem Ruf und fand sich nicht nur wanderfreudig, sondern auch Kultur interessiert bereits am späten Vormittag des Freitags, 06.10.06, in Fladungen am Rhönmuseum ein. Pünktlich um 11.00 Uhr begann die Führung durch das Museumsdorf. Die Erklärungen und lebhaften Schilderungen der jungen Frau brachten uns das dörfliche Leben von früher und die Sitten und Gebräuche sehr nahe. Die 2 Stunden vergingen wie im Flug. Nach einer Stärkung im historischen Gasthof fuhren wir nach Ostheim v.d.Rhön, unserem Domizil. Dort hatten wir dann unsere zweite Führung, und zwar im Orgelmuseum. Da waren wir sehr gespannt, was da wohl auf uns zukommt – und es war eine gelungene Überraschung. Die Museumsleiterin war nicht nur in der Theorie der über 1.000-jährigen Orgelgeschichte, die wir vor Augen hatten, sehr kompetent, sondern beherrschte auch in der Praxis das Spielen auf allen Orgeln. Am meisten verblüffte uns wie sie es meisterte, nur durch das Betätigen der Pedale mit den Füßen eine Melodie hervorzuzaubern. So ist Ostheim mit der am besten erhaltenen Kirchenburg Deutschlands und zahlreichen historischen Gebäuden um eine Attraktion reicher. Damit nicht genug, fand an diesem Wochenende auch noch der weithin bekannte “Wurstmarkt” statt. Doch all diese Verlockungen hielten uns nicht von unseren Wanderungen ab.

Der Ausgangspunkt der Samstagswanderung war Oberfladungen. Über den Weiler Huflar und den Salkenberger Wald ging es hinauf zum “Heimatblick” und zur Schwedenschanze. Hier hatten wir einen herrlichen Ausblick zur Hohen Geba und zu den Kuppen der thüringischen Vorderrhön. Weiter ging es, nun bereits im Landschaftsschutzgebiet “Hohe Rhön” über die Landesgrenze Bayern – Thüringen nach Frankenheim. Die ausgedehnte Mittagsrast hielten wir im schön renovierten Gasthaus „Schweinebucht“. Beim Blick aus den Fenstern fühlten wir uns im Gasthaus besonders wohl, denn es regnete und regnete, mal schwächer, mal stärker. Um uns wieder auf die Beine zu bringen, spendierte der liebe Lothar zwei “Kalte Enten”, die der Wirt als bekannte Spezialität pries. So gedopt, kämpften wir uns bei heftigem Wind und peitschendem Regen auf den 796 m hohen Grabenberg mit dem ehemaligen Beobachtungsturm der DDR Grenztruppen und weiter zur “Sennhütte”. Dann beruhigte sich das Wetter und der Weiterweg über Rüdenschwinden hinunter nach Fladungen – Oberfladungen war dann bei Sonnenschein ein schöner Abschluss des erlebnisreichen Wandertages.

Im Nebel ruhte die Welt am Sonntagmorgen, aber wir nicht! Von Fladungen aus durchbrachen wir ihn über den Würmberg zum stimmungsvollen Kreuzwegplatz “Hohes Kreuz” und fanden auch das Dörfchen Brüchs. Beim Marsch durch den Brüchserwald nach Weimarschmieden wurden es immer heller. Ganz verträumt lag Weimarschmieden vor uns und die Einkehr in der urigen “Weimarschmiede” ließ uns eng zusammenrücken. Der Rückweg führte uns anfangs längs der Landesgrenze, vorbei an einem alten schwarz-rot-goldenen Betongrenzpfahl der ehemaligen DDR, durch schönen Mischwald zurück nach Brüchs. Da nun die Sonne den Nebel vertrieben hatte, wurde beschlossen, nochmals den Würmberg zu erklimmen, um die schönen Ausblicke in die nordöstliche bayerische und die südliche thüringische Rhön zu genießen. Zurück nach Fladungen ging es dann auf dem Hinweg, aber der Blick in die andere Richtung ließ alles neu erscheinen.

Es war ein gelungenes, verlängertes Wochenende in froher Gemeinschaft mit Kultur und viel Natur. Dafür sagen wir dem Organisations- und Führungskomitee Lothar und Trudi ein herzliches “Dankeschön” und hoffen auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr!

Rhön – wir lieben dich, wenn du es uns auch manchmal ein bißchen schwer machst!

Christl Wellner

 

[Zum Seitenanfang]